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Ehrenbürgerschaft: Ein Europäer der ersten Stunde

Ehrenbürgerschaft : Ein Europäer der ersten Stunde

Bürgermeister Franz Josef Barth verleiht die Ehrenbürgerrechte an Arno Krause, den Gründer der Europäischen Akademie.

Die Gemeinde Nonnweiler hat in einer Feierstunde in der Europäischen Akademie (EAO) das Ehrenbürgerrecht an Arno Krause verliehen. Bürgermeister Franz Josef Barth überreichte dem Gründungsdirektor der EAO im Beisein seiner Familie, etlicher Weggefährten, Freunden sowie zahlreicher Ehrengäste aus dem öffentlichen Leben den Ehrenbürgerbrief und vollzog mit der Übergabe der Urkunde die Verleihung des Ehrenbürgerechtes. „Für Sie also sicherlich ein ganz besonderer Tag“, wie der Verwaltungschef vermutete.

Arno Krause ist der achte Ehrenbürger der Gemeinde Nonnweiler. „Die Gemeinde Nonnweiler hat in ihrer touristischen Entwicklung von der langjährigen und nachhaltigen Arbeit der Europäischen Akademie mit ihren Bildungsprogrammen und den zahlreichen ausländischen Gästen profitiert. Sie wurde in Deutschland, in Europa und darüber hinaus bekannt. Dies ist ein Verdienst von Arno Krause, dem es mit seinem Bekenntnis und seiner Hartnäckigkeit zum Standort Otzenhausen gelungen ist, die Akademie zu einem Markenzeichen zu entwickeln. Damit hat er unserer Gemeinde einen unschätzbaren Dienst erwiesen“, nannte Bürgermeister Barth Gründe, die den Gemeinderat veranlasst hatten, in seiner Sitzung am 29. Juni 2017 einstimmig zu beschließen, die Ehrenbürgerschaft an  Krause zu verleihen. „Heute ist es auch eine große Ehre für die Gemeinde Nonnweiler, dass Arno Kraus, dem die höchsten Auszeichnungen in Europa verliehen wurden, das Angebot der Gemeinde zur Übernahme des Ehrenbürgerrechts angenommen hat“, sagte der Bürgermeister weiter.

„Ein Europäer der ersten Stunde erhält im Herzen Europas die Ehrenbürgerschaft“, gratulierte Laudator Klaus Wiegandt vom Stiftungsvorstand „Forum für Verantwortung“, „denn Otzenhausen hat dich geprägt wie kein anderer Ort, der umgekehrt durch dein Wirken in der ganzen Welt Menschen erreicht hat, die diese Europäische Akademie immer wieder als eine Stätte der Begegnung, der Verständigung, der Reflektion erlebt haben und weiter erleben wollen“. Wiegandt verzichtete auf eine persönliche Lebensgeschichte des 87-jährigen Jubilars zu einem großen Europäer, sondern würdigte die Visionen von Krause, seine nicht nachlassende Motivation, seine Haltung und Werte, an denen er sich während seines Wirkens orientieren konnte.

Strategisches Denken und Handeln haben ihn ausgezeichnet. „Bis heute ist die Europäische Akademie geprägt durch ihre Verwurzelung in der Region, mit der Nähe zu Stätten mit europäischen Institutionen wie Straßburg oder Brüssel, gepaart mit Offenheit für Europa und die Welt. Es ist dir gelungen, stets  Mitarbeiter im Umfeld der Akademie zu finden, die eine herzliche europäische Gastfreundschaft gelebt und damit zur Strahlkraft der Akademie beigetragen haben“, betonte der Laudator, der auch an das Motto von Krause „Europa entsteht durch Begegnung mit Leben“ erinnerte. Damit meinte Krause, die Ruhe und Entschleunigung des ländlichen Nordsaarlandes, die ein praktischer Vorteil in der Bildungsarbeit seien. Die Teilnehmer bleiben abends in der Akademie zusammen statt in ein städtisches Nachtleben auszuschwärmen.

Mit Jo Leinen, Europa-Abgeordneter, gratulierte auch ein langjähriger Weggefährte von Krause und treuer Fan der Europäischen Akademie dem neuen Ehrenbürger. Leinen hob hervor, dass seinem Freund stets die Jugend am Herzen gelegen hatte. Er war ein Kämpfer für die Europa-Idee, die eine Idee des Friedens war, denn ehemalige Feinde sind jetzt Freunde. „Mit Deinem Engagement für Europa bist du auch jung geblieben“, betonte Leinen. „Einer allein kann das nicht schaffen. Dazu braucht man tatkräftige Mitstreiter und von daher ist es auch ein großer Tag für alle meine Mitarbeiter in der Akademie für den gemeinsamen Geist einer fruchtbaren Zusammenarbeit“, bedankte sich der neue Ehrenbürger Arno Krause für die Auszeichnung.

Neben all den wohlklingenden Worten gab es auch virtuose und harmonische Töne von Künstler Wolfgang Winkler, der mit seinem Gitarrenspiel und einfühlsamen Liedern für die musikalische Unterhaltung gesorgt hatte.