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Ein Doppelpack und zwei vergebene Elfmeter

Ein Doppelpack und zwei vergebene Elfmeter

In einer intensiven Partie gewann der VfL Primstal vor knapp 300 Zuschauern mit 3:1 (2:1) gegen den SV Mettlach. Primstals Christopher Linn traf doppelt, beide Mannschaften verschossen einen Elfmeter, und der Mettlacher Pascal Reiter sah die Gelb-Rote Karte.

Der VfL Primstal ist dank des 3:1 (2:1)-Erfolgs am Samstag gegen den SV Mettlach auf den vierten Platz in der Tabelle der Fußball-Saarlandliga geklettert - und hat seinem Trainer zum 51. Geburtstag ein Geschenk gemacht. "Der Gegner war einfacher effektiver als wir", erklärte Mettlachs Trainer Christoph Gläsner anerkennend. Personelle Probleme hatten sein Pendant Lothar Pesch zu einer Umstellung des Spielsystems gezwungen. "Wir wollten Mettlach kommen lassen und auf Konter setzen", erklärte Primstals Trainer. Der frühe Führungstreffer passte dem VfL ins Konzept. Lukas Pabst hatte im Mittelfeld den Ball erobert, danach ging es für Mettlach zu schnell. Eine schöne Ballstafette über Christopher Simon, Steffen Lenhardt und Tim Roob verwertete Christopher Linn zum 1:0 (5. Minute).

Gäste körperlich überlegen

Nach dem Rückstand übernahmen die körperlich überlegenen Mettlacher mehr die Initiative, ohne sich jedoch spielerisch gefährlich in Szene setzen zu können. "Unser Problem war die Durchschlagskraft im Angriff, dafür hat es an Bereitschaft gefehlt", bemängelte SV-Trainer Gläsner. Trotzdem kam seine Mannschaft in 22. Minute zum 1:1. Primstals Roob erwischte im Strafraum den Fuß von Alexander Schmitt - den fälligen Foulelfmeter verwandelte Thomas Will (23. Minute).

Durch einen erneuten Elfmeterpfiff besaß der VfL Primstal nach einer guten halben Stunde die Chance, um wieder in Führung gehen zu können. Nach Ansicht von Schiedsrichter Sebastian Schmidt soll Mettlachs Torwart Frank Hennen beim Herauslaufen Thomas Maldener regelwidrig attackiert haben. Die umstrittene Entscheidung hatte keine Konsequenzen, denn Hennen parierte den Strafstoß von Roob. "Der Elfmeter war zu schwach geschossen. Doch die Mannschaft hat es wieder gutgemacht", erklärte Roob erleichtert. Am 2:1 in der 42. Minute war der Mittelfeldspieler maßgeblich beteiligt. Vorausgegangen war ein Ballgewinn im Mittelfeld. Roob spielte das Leder zu Linn weiter, der bediente den freistehenden Luca Greco, dessen Schuss aus acht Metern zum 2:1 für die Gastgeber saß.

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dezimierte sich der feldüberlegene SV Mettlach dann selbst. Pascal Reiter sah wegen Meckerns seine zweite Gelbe Karte und wurde von Schiedsrichter Schmidt in die Kabine geschickt. "Persönliche Disziplinlosigkeiten von einigen Spielern haben uns aus dem Rhythmus gebracht", kritisierte Gläsner.

Gastgeber in Überzahl

Die Primstaler nahmen die durch die Unterzahl der Gäste größer gewordenen Räume für ihr Konterspiel dankend an. Mettlachs Schlussmann Hennen konnte in der 63. Minute einen Schuss von Lenhardt aus zwei Metern Torentfernung noch glänzend parieren. Vier Minuten später fiel dann aber die Entscheidung. Simon lief einen Pass ab und spielte den Ball zu Roob. Sein Zuspiel nutze Linn zum 3:1 (67.). "Wir waren auf das Umschaltspiel des VfL vorbereitet, aber das haben wir nicht gut gemacht", monierte Gläsner, dessen Mannschaft es in der Schlussphase versäumte, auf 2:3 zu verkürzen. Andreas Becker scheiterte mit einem unplatziert geschossenen Foulelfmeter an Primstals Torwart Larson Arend.

"Unser Sieg ist verdient, wir hatten die klareren Torchancen. Der SV Mettlach war physisch stärker, aber wir haben mit Kopf und Wille dagegengehalten", erklärte Lukas Pabst, den Trainer Pesch mit Simon auf der "Doppelsechs" hatte spielen lassen.