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Fußball-Landesliga: Das See-Derby ist so brisant wie noch nie

Fußball-Landesliga : Das See-Derby ist so brisant wie noch nie

Am vorletzten Spieltag der Fußball-Landesliga Nord empfängt die SG Neunkirchen-Selbach an diesem Samstag um 17 Uhr die SG Bostalsee. Beide Teams brauchen im Titelrennen unbedingt einen Sieg.

Das spannendste Titelrennen des Landes geht in seine vorletzte Runde: Zwei Spieltage vor dem Saisonende können in der Fußball-Landesliga Nord immer noch sechs Mannschaften Meister werden. Zwei davon treffen an diesem Samstag direkt aufeinander. Um 17 Uhr ist Tabellenführer SG Bostalsee beim Fünften, der SG Neunkirchen-Selbach, zu Gast. Neunkirchen-Selbach hat drei Punkte weniger als der Spitzenreiter.

Beiden Teams hilft im Derby nur ein Sieg. Neunkirchen-Selbach wäre bei einer Niederlage sicher – und bei einem Unentschieden vermutlich – raus aus dem Titelrennen. Auch die SG Bostalsee kann wohl nur mit drei Punkten die Tabellenführung verteidigen. Denn dicht hinter dem Ligaprimus (55 Punkte) lauern der SV Wustweiler, der TuS Nohfelden (beide je 54 Zähler) sowie die SG Dirmingen-Berschweiler (52).

Nur noch Außenseiterchancen im Titelrennen hat die SG Saubach nach der 1:2-Heimniederlage gegen Nohfelden am vergangenen Wochenende. Erik Lutz markierte in dieser Partie in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die TuS. „Es war ein glücklicher Sieg, aber das ist mir relativ egal gewesen. Für unsere Ausgangslage waren die drei Punkte einfach Weltklasse“, sagt TuS-Trainer Sascha Freytag noch immer begeistert. Sein Team empfängt an diesem Samstag um 15 Uhr Schlusslicht SV Illingen.

Aber zurück zum See-Derby an diesem Samstag: „Dieses Duell ist immer eine besondere Geschichte. Die Tabellensituation macht es nun noch spezieller“, sagt Neunkirchen-Selbachs Trainer Georg Müller. „Wir hoffen deshalb auf 600 Zuschauer.“

Müllers Trainerkollege von der SG Bostalsee, Thomas Holz, meint: „Ich denke sogar, dass 800 Leute kommen werden.“ Der 32-Jährige ergänzt: „Dieses Duell bietet doch alles, was den Fußball ausmacht. Für beide Teams ist es der Höhepunkt der Saison und die Konstellation macht es noch interessanter.“

Dass Neunkirchen-Selbach noch auf Rang eins klettern kann, bezweifelt SG-Trainer Müller: „Ich denke, wir haben mit unserem Restprogramm die schlechteste Ausgangslage von allen da oben.“ Und das, obwohl pünktlich zum Saisonfinale Torjäger Rico Altmeyer (25 Treffer) wieder an Bord ist. Er kehrt nach überstandenen Problemen wegen eines eingeklemmten Nervs im Rücken wieder in den Kader zurück.

Hoffnung macht sich Müller vor allem darauf, dass sein Team zumindest Rang zwei erreicht. Der berechtigt zur Teilnahme an einem Entscheidungsspiel um den Verbandsliga-Aufstieg gegen die Spvgg. Einöd-Ingweiler (Vizemeister der Landesliga Ost).

Sollten am Runden-Ende zwei Teams punktgleich auf Rang eins liegen, gibt es ein Entscheidungsspiel. Über die Vizemeisterschaft entscheidet dagegen bei Punktgleichheit der direkte Vergleich. Das missfällt Müller: „Ich finde, da sollte das Torverhältnis zählen, das sich ein Team während der gesamten Saison erarbeitet hat. Nicht die Ergebnisse von zwei Spielen.“ Seine Argumentation ist verständlich: Neunkirchen-Selbach hat das beste Torverhältnis aller Aufstiegsanwärter. Den direkten Vergleich hat der Club allerdings bislang nur gegen Wustweiler gewonnen. Gegen Nohfelden und Dirmingen-Berschweiler zieht die SG in dieser Kategorie den Kürzeren. Die direkten Vergleiche gegen Bostalsee und Saubach sind noch nicht entschieden. Gegen beide Vereine gewann die Müller-Elf die Hinspiele mit 2:1.