"Das ist Gesundheitssport pur"

Otzenhausen. Der Zwei-Seen-Panorama-Erlebnislauf der Lauftreff-Freunde des VfR Otzenhausen - vom Bostalsee an den Nonnweiler Stausee und bis zur Hunnenringhalle - zählt zu den schönsten Läufen des Saarlandes. Zwar sind die Laufstrecken, die über zwölf, 18 oder 32 Kilometer führen, durchaus anspruchsvoll. Aber es gibt keine Zeitnahme

Otzenhausen. Der Zwei-Seen-Panorama-Erlebnislauf der Lauftreff-Freunde des VfR Otzenhausen - vom Bostalsee an den Nonnweiler Stausee und bis zur Hunnenringhalle - zählt zu den schönsten Läufen des Saarlandes. Zwar sind die Laufstrecken, die über zwölf, 18 oder 32 Kilometer führen, durchaus anspruchsvoll. Aber es gibt keine Zeitnahme. "Ideal für Läufer, die ohne Zeitdruck testen wollen, wie sie auf längeren Distanzen zurecht kommen", erklärt Volker Barth, der Vorsitzende der VfR-Läufer. Zum Aufwärmen um den SeeAm Sonntag erlebte der Panorama-Lauf seine zwölfte Auflage, und ich, ein mittelmäßiger Läufer im mittleren Alter, bin mit dabei. Zwölf Kilometer sind mir zu wenig, 32 zu viel, also wähle ich die Mittelstrecke. 18 Kilometer - das sollte gut zu schaffen sein. Als um 9.30 Uhr der Startschuss am Ufer des Bostalsees fällt, kündigt sich ein schöner Tag an. Zum Aufwärmen führt die Laufstrecke zunächst um den Bostalsee. Gegen den Uhrzeigersinn. Als einer von 673 Mittel- und Langstreckenläufer laufe ich los. Einen Sechser-Schnitt möchte ich laufen, also einen Kilometer in sechs Minuten. Das sollte drin sein - denke ich. Doch ich werde es nicht schaffen. Dafür sind mir die Anstiege, der längste führt zum Peterberg hinauf, der gemeinste wartet bei Kilometer 16, einfach zu knackig. Doch ich bleibe mit selbst gestoppten 1:59,02 Stunden immerhin unter der Zwei-Stunden-Marke. Und im Ziel erfahre ich von Volker Barth, dass die 18-Kilometer-Strecke fast 20 misst: "Wir mussten wegen der Baustelle in Otzenhausen die Strecke ändern. Daher hatte ich ja vor dem Start gesagt, dass man sich für den Schlussanstieg Kraft aufsparen soll." Das war mir entgangen. Aber im Ziel ist es sowieso egal. Während die Läufer über die 32 Kilometer größtenteils noch auf der Strecke sind, füllen viele der Zwölfer und Achtzehner im Ziel ihre Energiespeicher auf. Dabei wird reichlich gefachsimpelt. "Wir sind seit vier Jahren dabei", sagt Bianca Merk von der Laufschule Kaiserslautern. Der Verein, der zu dieser Schule gehört, heißt "Fit-in-Lautern" und stellte mit 24 Läufern die größte Teilnehmergruppe."Es fällt zwar ein Startschuss, aber es gibt keine Zeitnahme. Daher ist der Panoramalauf Gesundheitssport pur", sagt die Sportlehrerin. Auch die Strecke selbst findet sie toll: "Man sieht die vielen unterschiedlichen Facetten des Landes. Mal ist es ein Panorama- und Höhenweg, mal läufst du wie durch den Schwarzwald. Dabei wechseln sich Asphalt-, Schotter- und Waldwege ab - das ist ideal für die Gelenke." Susanne Scherrmann von den Lauftrefffreunden Hirzweiler mag den Panoramalauf ebenfalls. "Zehn Mal waren wir schon dabei", schätzt sie. Auf die Frage, welche Strecke sie und ihre Freundin Doris Mechenbier gelaufen sind, grinst sie und sagt: "Die 32er natürlich. Wir machen keine halben Sachen." Ihre Freundin nickt und wünscht sich, "dass im nächsten Jahr auf der langen Strecke Cola angeboten wird. Wegen des Kreislaufs."Das alte Ziel ist noch daAuch Tanja und Jörg Hooß waren bei der zwölften Erlebnislauf-Auflage dabei. "Für mich war es der erste lange Lauf seit dem Marathon in St. Wendel", erzählt Jörg Hooß, der sich auf seinen nächsten Langstreckenlauf vorbereitet: "Ich will am 10. Mai in Mainz bei der Deutschen Marathonmeisterschaft starten." Dort will er noch einmal das in St. Wendel verpasste Ziel angehen: "Nach wie vor will ich die Zeit von 2:34,01 Stunden von Erno Flesch aus dem Jahr 1982 knacken." "Man sieht die vielen unterschiedlichen Facetten des Landes." Läuferin Bianca Merk

Auf einen Blick Insgesamt 846 Läufer und Walker nahmen am zwölften Panoramalauf des VfR Otzenhausen teil. Die größte Gruppe stellte Fit-in-Lautern mit 24 Läufern. Es folgten der TV Walpershofen (21), die LTF Marpingen sowie Spiridon Hochwald (jeweils 20). tog