Das große Pesch-Duell in Primstal

Das große Pesch-Duell in Primstal

Primstal. Das Topspiel der Fußball-Verbandsliga steigt diesen Sonntag im Allerswald: Um 14.30 Uhr empfängt Tabellenführer VfL Primstal die SG Noswendel-Wadern. Dann heißt es: Erster gegen Vierter! Nicola Lalla, der stürmende Part des Primstaler Trainergespanns Lalla und Jochen Ernst, ist heiß auf das Kräftemessen mit der SG. Und das nicht nur wegen der Tabellen-Konstellation

Primstal. Das Topspiel der Fußball-Verbandsliga steigt diesen Sonntag im Allerswald: Um 14.30 Uhr empfängt Tabellenführer VfL Primstal die SG Noswendel-Wadern. Dann heißt es: Erster gegen Vierter! Nicola Lalla, der stürmende Part des Primstaler Trainergespanns Lalla und Jochen Ernst, ist heiß auf das Kräftemessen mit der SG. Und das nicht nur wegen der Tabellen-Konstellation. "Gegen Noswendel-Wadern zu spielen, ist immer etwas Besonderes für Primstal", erzählt Lalla und erklärt: "Das fängt beim Pesch-Duell an: Lothar Pesch ist Trainer der SG Noswendel-Wadern, sein Sohn Marc spielt aber für uns." Zudem ist "Papa Pesch" nicht nur eine Primstaler Fußball-Ikone, er ist auch seit Jahren Jugendleiter des VfL. Zudem schnürten VfL-Torwart Frank Schmidt und Abwehrspieler Kristoffer Lauwitz früher ihre Fußballstiefel für die SG. "Es ist also für Brisanz gesorgt", meint Lalla, der gegen Noswendel wohl auf Jochen Gläser und Timo Schmidt verzichten muss. Bei Gläser bereitet das Knie Sorgen, Schmidt zog sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu.Gleichwohl will der VfL-Trainer einen Sieg. "Und da würde uns schon ein 1:0 reichen", sagt Lalla, der seine Mannschaft in einem kleinen Tief sieht. "Auch wenn die Stimmung super ist, merkt man einfach, dass ein paar Spieler in ein kleines Loch gefallen sind." Das heißt? "Die Konstanz und die Leistung, die wir in den ersten Wochen der Saison gerade in kämpferischer Hinsicht gebracht haben, können einige Spieler momentan nicht abrufen", erklärt Lalla. Das sei irgendwo auch dem Erfolg geschuldet: "Wir sind jetzt seit ein paar Wochen Erster, und da ist es schwierig für die Spieler, immer hundert Prozent zu geben." Nach Ansicht des VfL-Stürmers war dieser fehlende Wille auch mit ausschlaggebend für das 3:3-Unentschieden in Hüttigweiler vor Wochenfrist. Primstal hatte recht schnell geführt, den Vorsprung aber nicht über die Zeit retten können: "Wir waren zu früh zu siegessicher und gingen nicht mehr konsequent genug in die Zweikämpfe." Zwar sei die Punkteteilung nicht unverdient gewesen, aber Lalla ärgert sich, "dass wir es verpasst haben, den Vorsprung auf unsere Verfolger weiter auszubauen". So liegt Primstal vor dem 15. Spieltag fünf Punkte vor der SG Noswendel-Wadern, vor deren Offensivabteilung Lalla großen Respekt hat: "Daniel Schmidt ist brandgefährlich, Dominik Holz und Jan Grünewald auf den beiden Außenpositionen auch." Doch der VfL-Übungsleiter hat auch Schwächen ausgemacht: "Die liegen in der Defensive. Ich war mir das Spiel gegen Karlsbrunn anschauen (1:4), und da war die Abwehr schon sehr löchrig."

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