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Corona-Krise in Nonnweiler: „Ihnen zu helfen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit“

Corona-Krise : „Ihnen zu helfen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit“

Nonnweilers Bürgermeister befürwortet die Aufnahme von Flüchtlingen in Braunshausen. Er kritisiert jedoch die Absprache vonseiten des Ministeriums.

Nachdem in der Landesaufnahmestelle in Lebach ein Flüchtling positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat Innenminister Klaus Bouillon (CDU) das Gästehaus des Saarländischen Fußballverbands und des Turnerbunds in Braunshausen als Zusatzunterkunft angemietet. „Es ist richtig, dass dort 100 besonders gefährdete, ältere Flüchtlinge aus dem Ankerzentrum Lebach untergebracht werden sollen“, betont Nonnweilers Bürgermeister Franz Josef Barth (SPD-unterstützt). Sie würden prophylaktisch in Quarantäne genommen und sollen nach 14 Tagen auf andere Kommunen verteilt werden. Die Sorgen der Bürger der Gemeinde Nonnweiler kann der Rathauschef nachvollziehen. „Diese Verunsicherung wäre durch eine umfängliche Information sicherlich vermieden worden“, ist er überzeugt. Darum hätte er sich sehr gewünscht, dass sich das Ministerium mit ihm in Verbindung gesetzt und die Angelegenheit besprochen hätte. „Grundsätzlich will ich aber sagen, dass es sich hier um gefährdete, ältere Menschen handelt, die besonders geschützt werden müssen. Ihnen zu helfen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit, unabhängig ihres Herkunftslands“, erklärt Barth. Nach Rücksprache mit Minister Bouillon werde er am Montag eine ausführliche Stellungnahme veröffentlichen.