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Chor Cäcilia Sitzerath für 100 Jahre Chortradition geehrt

Chor Cäcilia Sitzerath für 100 Jahre Chortradition geehrt

Sitzerath. 100 Jahre Chorgesang in Sitzerath sei eine große Tradition. "Was hat sich nicht alles während dieser Zeit verändert? Was gestern noch Bestand hatte, gilt heute nicht mehr", sagte Regionalkantor Wolfgang Trost am Samstagabend in der Pfarrkirche

Sitzerath. 100 Jahre Chorgesang in Sitzerath sei eine große Tradition. "Was hat sich nicht alles während dieser Zeit verändert? Was gestern noch Bestand hatte, gilt heute nicht mehr", sagte Regionalkantor Wolfgang Trost am Samstagabend in der Pfarrkirche. Umso erstaunlicher sei es, dass sich in Sitzerath immer wieder Frauen und Männer gefunden hätten, die im Kirchenchor singen wollten. In einer Zeit, in der der Kirche ein rauher Wind entgegenblase und Chöre Sorge um ihren Fortbestand hätten, seien die Leistungen des 100 Jahre alten Chores in Sitzerath umso höher zu bewerten, sagte Trost. Und ´er überreichte die vom Allgemeinen Cäcilienverband für die Länder der deutschen Sprache verliehene Palestrina-Medaille an den Vorsitzenden Siegbert Schmitt, gratulierte Chorleiter Michael Ludwig und Präses Pastor Hermann-Josef Floeck. Die Medaille wurde übrigens nach dem italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina benannt, der im 16. Jahrhundert lebte. "Ich nehme diese Auszeichnung stellvertretend für die entgegen, die den Chor vor hundert Jahren gegründet haben", freute sich Schmitt. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass ein Kirchenchor so lange bestehe: "Wir werden bestrebt sein, dass der Chorgesang im Dorf noch lange aufrecht erhalten werden kann." Etwa 200 Zuhörer waren gekommen, um sich das Adventskonzert des Jubelchores anzuhören, zu dem auch die Kolpingkapelle Steinberg gekommen war. Beide stehen unter dem Dirigat von Michael Ludwig. Chor und Orchester bildeten im Altarraum eine imposante Kulisse, die noch beeindruckender wirkte, als zu Beginn Georg Friedrich Händels "Halleluja" aus "Der Messias" erklang. Bei dem Lied "Ein Stern strahlt in der dunklen Nacht" mögen viele Besucher an den großen Stern gedacht haben, der seit dem Adventbeginn vom Turm der Pfarrkirche leuchtet. Unter den vier Werken, die die Kolpingkapelle dar brachte, war auch Johann Sebastian Bachs "Wachet auf." Chor und Orchester überzeugten am Schluss mit der gemeinsam vorgetragenen dreisätzigen Weihnachtsgeschichte "Bethlehem" und mit dem ewig jungen "Transeamus usque Bethlehem" ("Lasset uns nach Bethlehem gehen"). Das ebenfalls gemeinsam gesungene "Nun freuet euch, ihr Christen", beschloss das besinnliche Konzert, das sonntags in der Steinberger Kirche wiederholt wurde. gtr