Brand in der Firma: Wehren proben Ernstfall

Brand in der Firma: Wehren proben Ernstfall

Um für den Fall, dass es mal in der Firma brennt, gewappnet zu sein, übte die Werkfeuerwehr der Firma Diehl BGT Defence gemeinsam mit Wehr-Mitgliedern aus vier Löschbezirken.

Die Firma Diehl BGT Defence betreibt auf dem Maasberg bei Bierfeld Anlagen zur Herstellung und Verarbeitung von Explosivstoffen. Für potenzielle Ereignisse, die sich zu einem Störfall entwickeln können, bestehen in enger Abstimmung mit Behörden und Katastrophenschutz Alarm- und Gefahrenabwehrpläne. Auf deren Grundlage findet seit mehr als 20 Jahren Anfang Herbst eine Gemeinschaftsübung der speziell ausgebildeten Werkfeuerwehr sowie der in den Alarmplan eingebundenen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr statt.

So auch jetzt. die angenommene Unglückslage: Aufgrund eines elektrischen Defekts war in einem Verwaltungsgebäude ein Feuer ausgebrochen. Dieses drohte sich rasch auszubreiten. Vier Mitarbeiter konnten das Gebäude nicht mehr rechtzeitig verlassen.

Durch den Werkschutz wurde unverzüglich die Leitstelle Saar verständigt, die Alarmstufe "Brand 2" ausgelöst. Demzufolge waren neben der im Betriebsgelände ansässigen Werkfeuerwehr die Löschbezirke Bierfeld, Nonnweiler und Sitzerath zu alarmieren sowie das beim Löschbezirk Primstal stationierte Einsatzleitfahrzeug.

Kräfte schnell vor Ort

Die Werkfeuerwehr rückte innerhalb kürzester Zeit aus. Nach sorgfältiger Lageerkundung wurden die eintreffenden externen Einheiten, die sich zunächst im Eingangsbereich einfanden, über Funk vom Einsatzleiter, später über das Leitfahrzeug eingewiesen. Die zügig aufgebaute Wasserversorgung erfolgte aus dem Ober- und Unterflurhydrantennetz. Sie erwies sich als absolut auskömmlich, wie sich im Verlauf der Übung herausstellte.

Der erste Trupp der Werkfeuerwehr hatte unter schwerem Atemschutz sofort nach der Suche der vier Mitarbeiter im Innern des Gebäudes begonnen. Dabei ergab sich jedoch, dass das Treppenhaus nicht mehr begehbar war. Folglich mussten die eingeschlossenen Personen von einem Bürofenster im ersten Obergeschoss aus über ein Vordach mittels Steckleiter in Sicherheit gebracht werden. Der Sanitätsdienst übernahm die Erstversorgung.

Die Besatzung des Einsatzleitfahrzeuges hatte die zentrale Lagedarstellung, die Atemschutzüberwachung und die Koordination des Sprechfunkverkehrs übernommen. Hier ging bald die Meldung "Brand vollständig gelöscht" ein. "Die Zusammenarbeit der internen und externen Einsatzkräfte hatte wieder gut geklappt", so das Fazit von Wehrführung und Werkleitung. Dank der regelmäßig stattfindenden Gemeinschaftsübungen sind die Kräfte der kommunalen Feuerwehr mit den Gegebenheiten im Werksgelände gut vertraut. An dieser Übung waren insgesamt 70 Einsatzkräfte beteiligt.