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Besonders großzügige Blutspender ehrte der DRK-Ortsverein Primstal

Auszeichnung und Ehrung : In Primstal wurde fleißig Blut gespendet

Daher standen beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes Ehrungen auf dem Programm in der Mehrzweckhalle.

Eine nette Geste ist es schon seit Jahren: Der DRK-Ortsverein Primstal lädt einmal im Jahr seine treuesten Blutspender zu einem gemütlichen Abend in geselliger Runde mit einem kleinen Essen und gekühlten Getränken in seinen Schulungsraum an der Mehrzweckhalle ein. Dieser Tage war es wieder so weit. Treuen Blutspendern wurde gedankt für ihr uneigennütziges Engagement im Dienste am Mitmenschen. „Für unseren Ortsverein ist es eine besondere Ehre, Ihnen, den treuen Blutspendern danke zu sagen und Ihre nicht selbstverständliche Hilfe, die Sie Menschen zukommen lassen, denen es nicht so gut geht, besonders hervorzuheben“, sagte die Vereinsvorsitzende Monika Scharf zur Begrüßung. Blutspender retteten leben, betonte Scharf in ihrer Ansprache. Vor allem hielten sie aber die Versorgung der Krankenhäuser in der Region mit Blutkonserven aufrecht. „Schade, dass nur ein ganz kleiner Prozentsatz von Menschen sich in diesen Dienst stellen“, bedauerte die Vorsitzende. Umso wichtiger sei es, weiterhin bei der Stange zu bleiben, denn die Zahl der Blutspender sei rückläufig. Scharf bat darum, innerhalb der Familie sowie im Freundes- und Bekanntenkreis doch Werbung für die gute Sache zu machen. Man brauche jeden, schließlich sei es auch nur ein geringer Zeitaufwand für den kleinen Pieks.

Gleich drei Blutspender konnte Scharf für 75 Spenden mit Ehrenurkunde, Ehrennadel und einem Geschenk danke sagen. „Vor rund 20 Jahren habe ich wohl mit dem Blutspenden angefangen. Vorher war das wegen meiner Landwirtschaft im Nebenjob nicht immer möglich“, erzählte der 59-jährige Stefan Zaums aus Nonnweiler. Seit dem gehe er aber regelmäßig in Nonnweiler oder Primstal, wie es gerade passt, zu den Spendenterminen. Bei Zaums steht ebenso wie bei Michael Müller aus Primstal die Hilfe für den Nächsten im Vordergrund, aber für die eigene Gesundheit ist Blutspenden genauso wichtig. „Man steht unter ständiger Gesundheitskontrolle, wird aufmerksam gemacht, wenn das Blut zur Weiterverarbeitung nicht geeignet ist“, ergänzt Müller.

Der 56-Jährige habe, wie er erzählt, erstmals bei der Bundeswehr gespendet, nach einer längeren Auszeit gehe er aber seit rund 20 Jahren regelmäßig zum guten Dienst am Mitmenschen. Für beide gehöre das Blutspenden auch weiterhin zu den üblichen Gewohnheiten, sagen sie, schließlich bereite es ihnen keine Probleme, zudem könne man ja auch einmal selbst betroffen sein. Dritte im Bunde der 75er war Margit Peters, die leider nicht anwesend sein konnte. Die Ehrung solle aber bei passender Gelegenheit nachgeholt werden.