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Bekannte Signale vor imposanter Kulisse

Bekannte Signale vor imposanter Kulisse

Püttlingen. Das Rohr der Parcorcehörner "in es" ist sage und schreibe 4,60 Meter lang. Damit kann man wunderschön Stimmung machen - nicht nur im Wald und auf der Heide. Die Bläsercorps "Mitteleres Primstal" und "Bohnental" führten am Sonntag in der Püttlinger Pfarrkirche St. Sebastian den Beweis

Püttlingen. Das Rohr der Parcorcehörner "in es" ist sage und schreibe 4,60 Meter lang. Damit kann man wunderschön Stimmung machen - nicht nur im Wald und auf der Heide. Die Bläsercorps "Mitteleres Primstal" und "Bohnental" führten am Sonntag in der Püttlinger Pfarrkirche St. Sebastian den Beweis. Zum Lob des Heiligen Hubertus von Lüttich, Schutzpatron der Jagd, und zu Ehren des Jagdhornbläsercorps Köllertal sowie zahlreicher Gottesdienstbesucher gestalteten die Primstaler das Hochamt als Hubertusmesse. Danach zogen alle ins Trimmtreff Viktoria. Dort feierten die Köllertaler Jagdhornbläser um ihren Vorsitzenden Hildeband Schikoski ihr 50-jähriges Bestehen. Gegründet wurde das Corps 1960 von vier Jägern aus Püttlingen. Ziel war es laut Chronik, "nicht nur jagdliches Brauchtum zu erhalten und zu pflegen, sondern auch vielen Jägern die Kenntnisse der Jagdsignale zu vermitteln." Mit steigenden Mitgliederzahlen wandte sich das Interesse der Musiker vom ursprünglich verwendeten Fürst Pless-Jagdhorn mit dem eher bescheidenen Tonumfang von anderthalb Oktaven und einem Kreisdurchmesser von 15 Zentimetern mehr dem erwähnten Parforcehorn zu. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Naturhorn (den direkten Vorläufer des heutigen Konzert-Waldhornes) mit dem bedeutend größeren Tonumfang von dreieinhalb Oktaven. Damit gelingt auch Mehrstimmigkeit, die das Jagdhornbläsercorps (unter der 30-jährigen Leitung des mittlerweile verstorbenen Günter Malick) oft bei Landes- und sogar bei Bundeswettbewerben auf das begehrte Siegertreppchen führten. Außerdem wurden bedeutende gesellschaftliche Empfänge im In- und Ausland, bei Fernseh- und Rundfunkauftritten von den Köllertaler Jagdhornbläsern musikalisch untermalt. Zudem wurden auch zwei Tonträger "Le Rendez-vous de Chasse" und "Hubertusmesse in der Klosterkirche Ettal" veröffentlicht. Beim Jubiläum am Sonntag wurden einige der bekanntesten Jagdsignale wie "Aufbruch zur Jagd", "Strecke verblasen", "Sau tot" bis zum abschließenden "Jagd vorbei" und "Halali" zum Besten gegeben. Darüber hinaus wurden, über die üblichen Grußworte hinaus, informative Ausstellungen über das Jagdwesen, aktiven Naturschutz und Jagdkunst gezeigt. Proben: Das Jagdhornbläsercorps Köllertal probt immer donnerstags von 20 bis 22 Uhr im Gasthaus "Die Burg" Köllerbach.