Autor aus Braunshausen stellte sein Buch im Backes-Haus vor

Biographie über Gefallenen : So war das mit Onkel Alex

Oliver Weiler, Jahrgang 1973, habe sich schon immer für Politik und Geschichte interessiert. „Sein besonderes Interesse liegt in der Erforschung der Geschichte des Heimatortes Braunshausen, im Hochwald des nördlichen Saarlands, in dem er aufwuchs“, stellt der Kiel und Feder seinen Autoren auf der Internetpräsenz des Verlags vor.

Der veröffentlicht Kinder- und Jugendbücher sowie Biografien.

Zur Biographie, die Oliver Weiler über seinen Onkel Alex schrieb und nun im Braunshausener Backes-Haus vorstellte, inspirierte ihn ein Foto. Das zeigt den im Krieg gefallenen Onkel und hing bei Weilers Großeltern in der Küche. Urkunden, Bilder, Briefe und Dokumente des Verwandten, die dessen Vater und Bruder bewahrt hatten, öffneten Weiler den Weg zu dessen Leben. Eine besondere Herausforderung seien die Befragungen der wenigen Zeitzeugen gewesen: Spiel- und Klassenkameraden. Darunter war auch sein Vater, ein jüngerer Bruder von Alex. Ebenfalls zeit- und kostenintensiv sei das Auswerten von Gefechts- und Lageberichten sowie von Kriegstagebüchern gewesen, die Aufschluss über Alex´ letzten Tage gaben. In seinem Heimatort Braunshausen berichtete der Autor den rund 80 Zuhörern in einer kurzen Ansprache anlässlich seiner Buchvorstellung auch vom Sterben seines Onkles, der zwischen den russischen und deutschen Linien schwer verwundet wurde und wegen der russischen Scharfschützen nicht geborgen werden konnte und letztlich qualvoll starb.