Atemschutz in Theorie und Praxis

Nonnweiler. Zu Beginn des Lehrgangs für Nonnweiler Wehrleute wurde den Teilnehmern die herausragende Bedeutung des Atemschutzes vermittelt. Unumstritten handelt es sich hier um einen der wichtigsten Lehrgänge innerhalb des Feuerwehrdienstes. Denn es gibt kaum noch Brandeinsätze, die ohne Atemschutz zu bewerkstelligen sind

Nonnweiler. Zu Beginn des Lehrgangs für Nonnweiler Wehrleute wurde den Teilnehmern die herausragende Bedeutung des Atemschutzes vermittelt. Unumstritten handelt es sich hier um einen der wichtigsten Lehrgänge innerhalb des Feuerwehrdienstes. Denn es gibt kaum noch Brandeinsätze, die ohne Atemschutz zu bewerkstelligen sind. Sauerstoffmangel und Atemgifte gefährden die Gesundheit der Einsatzkräfte erheblich. Grundkenntnisse über die Funktion der Atmung standen ebenso auf dem Ausbildungsplan wie Einteilung und Handhabung der einzelnen Geräte. Weitere Schwerpunktthemen im theoretischen Teil: Einsatzgrundsätze, Unfallverhütungsvorschriften, Verständigung und Sicherung sowie Personensuche und Menschenrettung. Im praktischen Teil wurden das An- und Ablegen der Geräte geübt, Flaschenwechsel, Umgang mit Maske, Filter und Pressluftatmer. Realitätsnahe ÜbungenDas Übungsprogramm umfasste außerdem Einsätze mit geringer, höherer und hoher Belastung sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Realitätsnah waren Innenangriffe mit Schlauchvornahme über Leitern, Treppen und Hindernisse abzuarbeiten, das Öffnen von Türen sowie die Orientierung im verrauchten Raum. In den Übungspart wurde zusätzlich die Handhabung der Wärmebildkamera einbezogen, mit der sowohl bei der Suche nach Personen als auch beim Lokalisieren von Brandherden eine hohe Effektivität zu erzielen ist. Zum Abschluss des Lehrgangs hatten die Teilnehmer einen umfangreichen praktischen Leistungsnachweis auf der Atemschutzübungsstrecke in St. Wendel zu erbringen. Außerdem mussten in einer schriftlichen Lernzielkontrolle 30 Fragen beantwortet werden. Bürgermeister Hans-Uwe Schneider und Wehrführer Frank Feid konnten schließlich allen Teilnehmern die Urkunde zum bestandenen Lehrgang überreichen. Waren es vor zweieinhalb Jahren noch 15 Aktive, die erfolgreich am Atemschutzlehrgang teilnahmen, so konnten dieses Mal 21 Teilnehmer, darunter zwei junge Frauen, zum Abschluss ihrer Ausbildung beglückwünscht werden. Hierzu waren auch Brandinspekteur Hans-Josef Keller, Ehrenwehrführer Manfred Backes sowie Ortsvorsteher und Löschbezirksführer aus der Gemeinde gekommen.Übrigens: Entgegen den Auswirkungen des demografischen Wandels nimmt die Zahl der Feuerwehrangehörigen in der Gemeinde Nonnweiler noch zu. Zur Zeit gibt es 277 Aktive und 111 Jugendliche in der Nachwuchsorganisation. red