21. Umwelttag in Primstal

Primstal. "Ich habe beim Einsammeln von Müll mitgemacht, um der Umwelt zu helfen." Der 16-jährige Fabian Meyer von der Primstaler Jugendfeuerwehr biss in sein Wurstbrötchen, lächelte zufrieden und ergänzte seine Aussage: "Und ich habe das sehr gerne gemacht

Primstal. "Ich habe beim Einsammeln von Müll mitgemacht, um der Umwelt zu helfen." Der 16-jährige Fabian Meyer von der Primstaler Jugendfeuerwehr biss in sein Wurstbrötchen, lächelte zufrieden und ergänzte seine Aussage: "Und ich habe das sehr gerne gemacht." 15 Kinder und Jugendliche der Wehr füllten auf dem Parkplatz zwischen Theley und Primstal mehrere Säcke mit Abfall. Auch auf dem Peterberg, zwischen Primstal und Kastel und in der Langheck war der Feuerwehrnachwuchs zugange. Zur gleichen Zeit ratterte an der Mariengrotte die Motorsäge. Peter Müller stutzte dort eine zu hochgewachsene Eibe. Er und seine Helfer vom SPD-Ortsverein hatten an der Grotte einiges zu tun. Neben den Pflegearbeiten brachten sie Rindenmulch aus und erneuerten Lampen an der Grottenbeleuchtung.Auf der Verkehrsinsel in der Wiesbachstraße steht jetzt ein junger Kugelahorn, den Mitglieder des Vereins der Berg- und Hüttenarbeiter gepflanzt haben. Ein noch nicht so alter Ahornbaum musste vor einiger Zeit dort umgelegt werden, weil er der Straßenbeleuchtung zu sehr entgegen wuchs. Die alte Friedhofskapelle hat seit Samstag eine neue Eingangstüre. Der Schreiner Horst Finkler hatte sie angefertigt und baute sie zusammen mit Mitgliedern des Wandervereins ein. Das Holz stiftete Peter Berwanger ("Fusse Peter"). Dankkreuz renoviertAlois Becker, Hans-Werner Meyer und Helmut Puhl kümmerten sich um das Kreuz "Auf Ebet". Sie reinigten den Sockel und gaben ihm einen neuen Anstrich. Die Ehrenamtler ersetzten auch das zerbrochene Kreuz mit dem Christuskörper. Nach der Überlieferung handelt es sich dort oben um ein Dankkreuz, das ein Mann vor langer Zeit aufstellte. Er soll im Winter von der Sombachmühle aus über den Berg nach Primstal gegangen sein und sich im hohen Schnee verirrt haben. Weil er aus großer Gefahr gerettet worden ist, stellte er als Dank das Kreuz auf. Berge von Schnittgut luden die Helfer am Pfarrhaus und an der Kirche auf den Anhänger. Der Bewuchs war so üppig geworden, dass er fast all seine Zierde eingebüßt hatte. Noch an weiteren Einsatzorten machten sich die Primstaler nützlich. Zusammen waren es 80. Das Rote Kreuz und der Turn- und Gymnastikverein brachten den Helfern das Frühstück ins Freie. Als Dank für ihr Engagement lud Ortsvorsteher Kurt Rech zur Mittagszeit zum Imbiss und Umtrunk ein. "Es war ein gutes Zusammenwirken der Kommune, der Kirche und der Vereine. Alle haben sich eingebracht, viele sogar mit ihren eigenen Geräten. Und es war gut, dass wir so viele Handwerker dabei hatten, denn ihre Fachkenntnisse waren dringend erforderlich", resümierte der Ortsvorsteher abschließend.