Zwischen Idylle und Spießigkeit

Zwischen Idylle und Spießigkeit

Neunkirchen. Erstmals in der Geschichte leben mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. Die Urbanisierung schreitet unaufhaltsam voran. Wie aber sieht das Leben auf dem Land heute aus? Acht preisgekrönte Fotografen aus ganz Deutschland haben die ländlichen Regionen bereist und mit ihrer Kamera die Provinz erkundet. Die Städtische Galerie Neunkirchen zeigt die Fotoserien vom 27

Neunkirchen. Erstmals in der Geschichte leben mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. Die Urbanisierung schreitet unaufhaltsam voran. Wie aber sieht das Leben auf dem Land heute aus? Acht preisgekrönte Fotografen aus ganz Deutschland haben die ländlichen Regionen bereist und mit ihrer Kamera die Provinz erkundet. Die Städtische Galerie Neunkirchen zeigt die Fotoserien vom 27. November bis zum 25. Januar in der Ausstellung "Über Land - Blicke in die Provinz". Wie es in einer Pressemitteilung weiter heißt, beschäftigen sich die Teilnehmer der Ausstellung - Kathrin Ahlt, Stefan Eikermann, Juliane Eirich, Elmar Haardt, Werner Huthmacher, Anja Lehmann, Robert Paulus und Andreas Reeg - seit vielen Jahren mit künstlerischen Fotoprojekten oder arbeiten als freie Fotografen für große Zeitschriften und Magazine wie Stern, Geo, Der Spiegel, Die Zeit oder New York Times. Im Rahmen verschiedener Reportagen und Projekte haben sie sich dörflichen Gebieten fernab der großen Zentren gewidmet. Sie werfen einen Blick auf das vermeintlich rückständige Hinterland, porträtieren seine Menschen und zeigen ihre Lebenswelt. Was die Provinz für jeden Fotografen ausmacht, ist höchst unterschiedlich und bestätigt oder unterläuft die gängigen Klischees: Provinz, das kann Landschaftsidylle sein und heile Welt, Heimat, Überschaubarkeit und Vertrautheit, aber auch Enge, Behäbigkeit und Spießigkeit, Skurriles und Liebenswertes. Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 27. November, 19.30 Uhr, spricht der Münchner Kurator Rudolf Scheutle. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Duo Amby Schillo und Nino Deda. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr (24./25. und 31. Dezember und 1. Januar geschlossen). Der Eintritt ist frei. Kostenlose öffentliche Führungen durch die Ausstellung finden am Sonntag, 7. Dezember, und Sonntag, 11. Januar, jeweils um 15 Uhr statt. red Weitere Infos: Städtische Galerie Neunkirchen, Marienstraße 2, Telefon (06821) 2900621.