Zu faul, um den Müll zu entsorgen

Zu faul, um den Müll zu entsorgen

Der Spielplatz in Holz war noch nicht freigegeben, da gab's schon die erste Zerstörung an einem neuen Betonsockel. Ortsvorsteher Jan Paul ist auch sauer über den Dreck, den ein paar junge Leute an der Glück-Auf-Halle hinterlassen.

Die einen machen den Dreck, die andern räumen's wieder weg: Während kommendes Wochenende die Picobello-Aktion startet, wurde voriges Wochenende an der Holzer Glück-Auf-Halle wieder mächtig Party gefeiert: Vor dem Eingang der Halle stapelten sich die Hinterlassenschaften. Leere und halbleere Flaschen, darunter auch welche mit harten Spirituosen, leere Chipstüten und Zigarettenschachteln lagen überall herum. Auf dem neuen Spielplatz hinter der Halle das gleiche Bild. "Ob diese Jugendlichen zu Hause den Dreck auch so einfach vor die Haustür schmeißen?", fragt sich der Holzer Ortsvorsteher Jan Paul. Er betont jedoch, dass sich die meisten Jugendlichen ordentlich verhalten. "Das sind nur ein paar ganz Wenige, die Dreck machen und Müll hinterlassen", meint Paul.

Doch diese Wenigen stören nicht nur das Ortsbild, sie sorgen auch für Gefahrenpunkte. So musste der Sockel eines der gerade erst einbetonierten neuen Spielgeräte erneuert werden, weil Halbstarke auf der für Kleinkinder bestimmten Schaukel herumgeturnt waren und sie aus ihrer Befestigung gerissen hatten. Außerdem liegen überall leere Flaschen und Glasscherben herum, spielende Kinder können sich ganz leicht daran verletzen. Paul versteht das Ganze nicht: "Da stehen doch haufenweise Papierkörbe herum, das kann man doch alles ordentlich entsorgen", sagte er. Die Polizei hat die Vorfälle auf dem Spielplatz aufgenommen und ermittelt wegen Sachbeschädigung. Auch, weil der Spielplatz wegen der derzeit noch laufenden Arbeiten für die Öffentlichkeit gesperrt ist und erst Mitte April seiner Bestimmung übergeben wird.

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