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Wo wie und wie es im Landkreis St. Wendel Gratismasken gibt

Corona-Krise : So werden die Masken im St. Wendeler Land verteilt

Die Landesregierung hat fünf Millionen Alltagsmasken beschafft, die der saarländischen Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Die Städte und Gemeinden wurden gebeten, die Weiterleitung an die Bürger sehr kurzfristig zu organisieren. Kommunen im Landkreis St. Wendel erklären, wie sie die Ausgabe organisiert haben.

  •  Gemeinde Nohfelden: Die Gemeinde richtet in jedem ihrer 13 Dörfer eine Abholmöglichkeit ein. Dank der  Unterstützung durch die Feuerwehr ist es möglich, die Ausgabestellen personell und organisatorisch so aufzustellen, dass Wartezeiten bei der Abholung vermieden werden, teilt ein Sprecher mit. Auch die Einhaltung der Hygieneregeln und das Abstandsgebot seien gewährleistet. Pro Person werden fünf Masken ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt anhand von Einwohnerlisten. Wenn jemand aus gutem Grund keine Gelegenheit hat, zur Ausgabestelle zu kommen, kann er sich an den Ortsvorsteher oder an die Gemeindeverwaltung wenden, Telefon (0 68 52) 88 50. In diesen besonderen Ausnahmefällen würden die Masken nach Hause gebracht. Die Ausgabe erfolgt am Montag, 27. April, von 17 bis 20 Uhr und am Dienstag, 28. April, von 9 bis 11 und von 17 bis 20 Uhr. Die Bürger werden gebeten, die Masken in dem Gemeindebezirk abzuholen, in dem sie wohnen. Die Ausgabe erfolgt in jedem Dorf am Feuerwehrhaus, in Bosen am alten Feuerwehrhaus am Dorfplatz. In einzelnen Orten werde ein Drive-In angeboten, das bedeutet, man kann im Auto sitzen bleiben und erhält die Masken durchs Autofenster.
  • Kreisstadt St. Wendel Die 130 000 Masken für die Kreisstadt sind am Wochenende geliefert worden. Es gibt laut eines Sprechers der Stadtverwaltung fünf Masken pro Person. Damit gemeint sind alle Personen ab Vollendung des sechsten Lebensjahres. In den Stadtteilen außerhalb der Kernstadt werden jeweils die Ortsvorsteher, Mitglieder aus den Ortsräten und weitere Helfer die Masken verteilen. Für die Bewohner der Kernstadt gibt es eine Drive-In-Station in der Bosenbach. Diese ist voraussichtlich am Montag, 27. April, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Danach soll – falls nötig – die Verteilung der Schutzmasken für die Gesamtstadt um eine zusätzliche Ausgabestelle im Bereich der Sporthalle erweitert werden. Sollte jemand keine Maske erhalten haben oder nicht zum Verteilzentrum kommen können, ist ab Dienstag, 28. April, eine Telefonnummer geschaltet: Tel. (0 68 51) 8 09 12 34. Auch per Mail an zusammen@sankt-wendel.de ist eine Kontaktaufnahme möglich. Die Masken würden dann soweit möglich über die Verwaltung zugestellt, erläutert der Sprecher.
  • Gemeinde Oberthal  Oberthal arbeitet mit Ausgabestellen, teilt Bürgermeister Stephan Rausch (CDU) mit. „Diese richten wir in Oberthal vor dem Rathaus ein, in Gronig vorm Dorfgemeinschaftshaus, in Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt jeweils am Feuerwehrgerätehaus“, erläutert der Verwaltungschef. Die zunächst an der Bliestalhalle geplante Stelle entfällt. Es gibt Adresslisten, auf denen auch die Zahl der Personen vermerkt ist, die in einem Haushalt leben. Es sei möglich, dass ein Familienmitglied die Masken für alle mitnimmt. „Und wenn Nachbarn schon die Einkäufe für andere übernehmen, damit diese nicht raus müssen, können wir auch diese Masken mitgeben“, sagt Rausch. Während am Rathaus das Verwaltungsteam im Einsatz ist, werden alle anderen Ausgabestellen in der Gemeinde von Feuerwehrleuten betreut. Auch die Ortvorsteher beteiligen sich am Verteilen. Der Zeitplan sieht vor, dass die Ausgabestellen am kommenden Montag und Dienstag, 27. und 28. April, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr geöffnet sind.
  • Gemeinde Marpingen Bürgermeister Volker Weber (SPD) hat sich zusammen mit seinem Rathaus-Team für ein anderes Verteilprozedere entschieden. Die Masken werden am Montag, 27. April, von Mitarbeitern der Gemeinde und ehrenamtlichen Helfern in die Briefkästen eingeworfen. Ein Sprecher der Gemeinde erläutert das Prozedere: Die Masken wurden samt Infoblatt am Sonntag von den Mitarbeitern der Gemeinde verpackt. Je Person gibt es ein Masken-Kit. „Haushaltslisten, wie viele Personen im Haushalt leben, sind vorbereitet und anonymisiert“, so der Sprecher. Der Gemeindesprecher verweist zudem auf die selbst genähten Stoffmasken, die vom Marpinger Jugendbüro ausgegeben werden. Eine freiwillige Spende von drei Euro für ein soziales Kinder- und Jugendprojekt in der Gemeinde kann entrichtet werden. Die Ausgabe erfolgt nach Terminabsprache mit Alisa Müller, Tel. (01 60) 96 94 32 27.
  • Gemeinde Freisen: 40 000 Masken sind am Samstagabend in der Gemeinde Freisen angekommen. Diese haben zwölf Mitarbeiter der Verwaltung am Sonntag bis in den Nachmittag hinein  abgepackt – jeweils fünf in eine Tüte. „Die Mitarbeiter trugen dabei Handschuhe und Munschutz“, betont Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD). Außerdem wurden Namenslisten erstellt.   Die Tüten werden am Montag verteilt. Zunächst an die jeweiligen Ortsvorsteher, diese koordinieren dann die Ehrenamtlichen und die Weiterverteilung in die Haushalte. „Spätestens am Montagabend dürften alle Masken verteilt sein“, so Scheer. Wer früher eine Maske braucht, der kann am Montag ab 8 Uhr ins Rathaus kommen. Dort liegen  Masken für 450 Personen aus dem Eigenbestand der Gemeinde zum Verteilen bereit.
  • Gemeinde Namborn: Die Verteilung der Masken beginnt am Montagmorgen. Das teilt Bürgermeister Sascha Hilpüsch auf der Facebookseite der Gemeinde mit. Bei der Verteilung helfen die Erzieherinnen und Erzieher der Kitas, Mitarbeiter der Verwaltung, Ortsvorsteher, Ortsratsmitglieder und freiwillige Helfer. Hilpüsch: „Ein großes Dankeschön vorab an alle Helferinnen und Helfer.“
  • Gemeinde Nonnweiler: In der Hochwaldgemeinde werden die Masken ab Montag, 27. April, zentral im Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt täglich von 8 bis 16 Uhr, so steht es auf der Internetseite der Gemeinde. Kinder, die ab dem 4. Mai wieder die Grundschule besuchen, bekommen im Laufe der Woche jeweils zwei kindgerechte Stoffmasken mit der Post zugeschickt, heißt es weiter.
  • Gemeinde Tholey: 65 000 Masken hat die Landesregierung an die Gemeinde Tholey liefern lassen. Diese sollen am Montagabend in die Briefkästen der Bürger eingeworfen werden. Wie Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) berichtet, haben die Ortsvorsteher ein Team von 200 Helfer dafür mobilisiert. Am Wochenende sind die Masken schon mal vorsortiert worden. Sowohl beim Verpacken als auch beim Verteilen würden die Hygienerichtlinien genau beachtet. „Dies alles stellt eine organisatorische und logistische Herausforderung dar. Ich danke allen, die dabei helfen“, so Schmidt. Jeder Ortsvorsteher erhalte noch ein kleines Kontingent an Masken, falls irgendwo welche fehlen. Der Bürgermeister bittet alle ehrenamtlichen Näher, die bislang bereits Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz genäht haben, dies auch weiter zu tun. Denn auch diese Masken würden noch gebraucht.