Wird Realschule zur Abitur-Modellschule?

St. Wendel. Die Erweiterte Realschule und die drei Gymnasien in St. Wendel und die Gesamtschulen in Marpingen und Türkismühle sollen gleich behandelt werden. Das hat der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU, Foto: SZ) jetzt in einer Presseerklärung gefordert

St. Wendel. Die Erweiterte Realschule und die drei Gymnasien in St. Wendel und die Gesamtschulen in Marpingen und Türkismühle sollen gleich behandelt werden. Das hat der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU, Foto: SZ) jetzt in einer Presseerklärung gefordert. Diese Gleichbehandlung sei derzeit schon deshalb nicht gegeben, da an den Gesamtschulen die zum Abitur führenden Oberstufenkurse mit deutlich kleineren Schülerzahlen belegt sind, als dies für Gymnasien oder Oberstufen-Gymnasium nach den Richtlinien des Saar-Kultusministeriums zulässig ist, so Bouillon. Hierin sieht er "einen einseitigen, nicht gerechtfertigten Wettbewerbsvorteil der Gesamtschulen".Angesichts sinkender Schülerzahlen, die sich in der bis 2012 um 25 Prozent sinkenden Schar der Grundschüler manifestiert, sieht Bouillon für die kleineren Schulen im ländlichen Raum keine dauerhafte Zukunft im weiterführenden Oberstufenbereich: "Die künftigen Grundschüler sehen sich einem Wettbewerb zu vieler Standorte mit weiterführenden Schulen gegenüber." Für die Förderung der Schulstadt St.Wendel spreche laut Bouillon ihre Funktion als zentraler Knotenpunkt des öffentliche Nahverkehrs, der den Schülern die besten Anfahrtsmöglichkeiten im Landkreis bietet. Vor diesem Hintergrund will der Rathauschef dem Kultusministerium vorschlagen, eine zum Abitur führenden Modellschule an der Erweiterten Realschule St.Wendel einzurichten. red

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