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Wildwuchs auf Frankenholzer Friedhof

Wildwuchs auf Frankenholzer Friedhof

Verwildert sah der Friedhof in Frankenholz zu Beginn dieser Woche aus. Ein Zustand, der Leser-Reporterin Margret Lehmann sehr stört. Sie wünscht sich ein angemessenes Umfeld für das Grabmal ihres Sohnes.

Kniehohes Gras, wucherndes Unkraut zwischen marmornen Grabsteinen. Als Margret Lehmann zu Beginn dieser Woche das Grab ihres verstorbenen Sohnes auf dem Frankenholzer Friedhof besuchte, war sie entsetzt. Überall zwischen den Gräbern wucherten wilde Gräser und Unkraut. "Das Unkraut konnte man schon im Stehen rupfen", sagt die 60-jährige Leser-Reporterin aus Homburg. Für Lehmann war der Zustand der Begräbnis- und Andachtsstätte unhaltbar. Sie beschwerte sich bei einem Mitarbeiter der Bexbacher Stadtverwaltung. Dieser habe sie rüde abgefertigt und habe erklärt, bis zur nächsten Pflegemaßnahme auf dem Frankenholzer Friedhof würde es noch einige Zeit dauern. Eine Erklärung, die die Leser-Reporterin in keiner Weise befriedigte und noch weiter verärgerte. Schließlich zahlt man auf dem Friedhof nach aktueller Gebührensatzung 3 820 Euro für die Pflege eines Rasengrabes. Würden Angehörige ein Grabmal so verwildern lassen, wie es zu Wochenbeginn auf dem Gelände des Frankenholzer Friedhofs aussah, würden sie gegen die Friedhofssatzung verstoßen.

Leis bittet um Verständnis Der Bexbacher Bürgermeister Thomas Leis (SPD) versucht den Missstand auf dem Friedhof zu erklären und stellt sich hinter seine Mitarbeiter. "Wir tun, was wir können, und tun das auch nach bestem Wissen und Gewissen", sagt Leis, "aber wir pfeifen auch mensch- und materialmäßig aus dem letzten Loch". Sprich: Die Gemeinde hat nicht genug Geld und Personal, um die Friedhöfe öfter zu pflegen. Bexbach steht selbst knietief in den roten Zahlen.

Auch habe der Mitarbeiter der Verwaltung keinesfalls rüde reagiert, sondern die Lage besonnen und ruhig erklärt, sagt Thomas Leis. Nach Angabe des Bürgermeisters wurde der Frankenholzer Friedhof in den vergangenen Tagen auch wieder hergerichtet, das Gras gemäht. "Bei der aktuellen Wetterlage - feucht und warm - wächst das Gras halt besonders schnell. Wir leisten gute Arbeit und versuchen so zügig wie möglich zu mähen".

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von SZ-Leser-Reporterin Margret Lehmann aus Homburg. Sie erreichen uns mit einer Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00. Oder schicken Sie eine E-Mail an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter .