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Wenn Klepperkinder die Kirchenglocken ersetzen

Wenn Klepperkinder die Kirchenglocken ersetzen

Um die alte Tradition aufrecht zu erhalten, sind an Karfreitag und Karsamstag Kinder Jugendliche mit Kleppern durch viele Orte der Region gezogen, auch in Gonnesweiler. Ihr Lohn: Eier und Geld für die Messdienerarbeit.

Um die alte Tradition des Klepperns fortzuführen, die schon seit Jahren in Gonnesweiler Bestand hat, machten sich die Messdiener gemeinsam mit ihren Leiterinnen Silke Haupenthal, Ines Finkler und Lea Fries auf den Weg durchs Dorf. Nicht nur die Messdiener von Gonnesweiler , sondern auch alle Kinder und Jugendliche des Dorfes waren eingeladen, an der Aktion teilzunehmen.

Gekleppert wurde am Karfreitag. Die Klepperkinder hatten die Aufgabe, mit ihren Kleppern durch die Straßen zu ziehen und das Glockengeläut zu ersetzen. An Karsamstag ging es in der Frühe weiter. Die Kinder gingen von Haus zu Haus und bekamen als Entlohnung Eier oder auch Geld . Dabei kam nicht nur Geld für Messdienerarbeit zusammen, die Kinder sammelten auch jede Menge Eier. Diese schlugen im Pfarrhaus die Frauen des Pfarrgemeinderates in die Pfanne - ein leckeres Mittagessen für die Jungs und Mädels. Jedes Kind bekam als Dankeschön auch Eier mit nach Hause. Die restlichen Eier wurden dann eingefärbt, und jeder Gottesdienstbesucher bekam in der Osternacht ein buntes Osterei geschenkt, welches zuvor von Pastor Hassler und Diakon Britz gesegnet wurde.