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Wenn es in die falsche Richtung geht

Wenn es in die falsche Richtung geht

Die für den SC Illingen startende Nike Ruschel und Philipp Sahm von den LTF Mauschbach sind Triathlon-Saarlandmeister über die Olympische Distanz. Sahm rettete am Bostalsee nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen einen Vorsprung von 15 Sekunden ins Ziel.

Es ist ein erfolgreiches Jahr für Ausdauersportler Philipp Sahm von den LTF Mauschbach. Nach dem Titelgewinn über die Mitteldistanz hat der Triathlet vor Kurzem am Bostalsee auch die Saarlandmeisterschaft über die Olympische Distanz feiern können. "Spannend war es", sagte Sahm. Nach der 1,5 Kilometer langen Schwimmstrecke zeichnete sich ein Duell zwischen ihm und Martin Biehler von Tri-Sport Saar-Hochwald ab. Neun Sekunden Vorsprung nahm Sahm mit auf die 40 Kilometer lange Radschleife. Zwei Minuten betrug der Abstand auf Biehler, als er vom Fahrradsattel stieg. Sahm ging die zehn Kilometer Laufrunde etwas lockerer an. Biehler drückte auf das Tempo und holte Meter für Meter auf. "Bei Kilometer neun war Martin zu mir aufgelaufen", sagte Sahm. An der Brücke, schilderte er weiter, habe er beschleunigt und sich damit entscheidend absetzen können. Mit 15 Sekunden Vorsprung passierte Sahm nach 2:12,33 Stunden den Zielstrich.

"Es ist mein Heimrennen, und es ist der Titel, der mir noch gefehlt hat", freute sich Sahm. Hinter Biehler (2:12,48 Stunden) lief Yves Becker von der DJK St. Ingbert (2:14,19) auf Platz drei. In der weiblichen Konkurrenz stieg die aus Otzenhausen stammende Katharina Rausch (DJK St. Ingbert) nach 25 Minuten aus dem Wasser des Bostalsees. Auf dem Rad klappte es überhaupt nicht. Sie büßte acht Minuten auf Nike Ruschel (SC Illingen) und Helen Wiehr (LAZ Saarbrücken ) ein und wechselte als Dritte auf die Laufstrecke. Ruschel benötigte 44:54 Minuten für die zwei Laufrunden und wurde Saarlandmeisterin. "Ich habe es geschafft, meinen Vorsprung zu halten", freute sich Ruschel, die 2:31,20 Stunden benötigte. Nicht Wiehr, sondern Rausch kam nach 2:35,29 Stunden überraschend als Zweite an.

Wiehr verpasste Rang zwei, weil sie auf eine dritte Laufrunde ging. Dies war kein Einzelfall. Mehrfach liefen oder fuhren Triathleten falsch, weil kein Streckenposten postiert war oder weil sie in die falsche Richtung geschickt wurden. "Wir sind mit dem Rad zehn Kilometer in die falsche Richtung geleitet worden und dann wieder zurückgefahren", berichtete U 23-Bundestrainer Klaus-Peter Justus, der seine Athleten suchen musste. Er nahm es locker: "Es war ein höheres Trainingsprogramm unter Wettkampfbelastung."

Dafür kritisierte der Sportwart der Saarländischen Triathlon-Union, Uwe Armbrüster, die Patzer während der Veranstaltung. "Jedes Jahr passieren hier die gleichen Fehler. Man muss wissen: Die Leute zahlen hier viel Startgeld." Mehr als 500 Triathleten gingen diesmal in drei Disziplinen an den Start.

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Auf einen BlickErgebnis der Saarlandmeisterschaft über die Olympische Distanz am Bostalsee:Männer: 1. Philipp Sahm, LTF Mauschbach, 2:12,33 Stunden; 2. Martin Biehler, Tri Sport Saar Hochwald, 2:12,48 Stunden; 3. Yves Becker, DJK St. Ingbert, 2:14,19 Stunden. Frauen: 1. Nike Ruschel. SC Illingen, 2:31,20 Stunden; 2. Katharina Rausch, DJK St. Ingbert, 2:35,29 Stunden; 3. Helen Wiehr, LAZ Saarbrücken , 2:37,55 Stunden. Mitteldistanz 91.9 gesamt: 1. Philipp Lebhardt, Ludwigshafener SV, 3:52,02; 2. Oliver Spurzem, WSV Zweibrücken, 3:53,31; 3. Rainer Augustin, TV Saarwellingen, 3:53,51. Jedermann gesamt: 1. Christopher-Keanu Stark, DJK Dudweiler, 56:09 Minuten; 2. Felix Schwarz, DJK St. Ingbert, 56:33; 3. Tobias Alt, 1. FC Kaiserslautern , 56:40. frf