Weihnachtsstadt verzaubert mit heimeligem Flair

Alle Jahre wieder verwandelt sich der Gonnesweiler Dorfplatz in der Adventszeit für einen Tag in ein Paradies aus Lichterglanz, festlichen Klängen und verführerischen Düften. Viele hundert Besucher drängten sich am vergangenen Samstag um die wunderschön dekorierten kleinen Verkaufsbuden.

 Am Stand der Nachbarschaftshilfe wurde selbstgemachter Flammkuchen angeboten. Der Erlös ist für einen guten Zweck.Foto: atb

Am Stand der Nachbarschaftshilfe wurde selbstgemachter Flammkuchen angeboten. Der Erlös ist für einen guten Zweck.Foto: atb

Gonnesweiler. Weihnachtsmarkt in Gonnesweiler, das ist für viele Menschen aus dem Dorf und aus der Umgebung wie ein Zauberwort. Der romantische Lichterglanz der liebevoll aufgebauten kleinen Weihnachtsstadt bezaubert jedes Jahr kleine und große Leute. Das vielfältige Angebot - vielfach waren es selbstgemachte Dinge - ließ so manchen kleinen Weihnachtswunsch unerwartet in Erfüllung gehen.So gab es beim katholischen Kirchenchor nicht nur Gebäck und verzierte Kerzen, sondern auch hübsche Handarbeiten. Sehr dekorativ wirkten die grünen mit Watte gefüllten Kissen, die man in der Wohnung überall hinhängen kann. Eine Gaumenfreude war der Dezembertee, der mit und ohne Sahne ausgeschenkt wurde. "Der ist so gut, dass man ihn eigentlich das ganze Jahr über trinken könnte", meinte eine Besucherin, nachdem sie aus dem gefüllten Teeglas getrunken hatte. Bestaunt wurden die Naturwaren von Marianne Theobald aus Altenkessel: Holzspielsachen, Handtaschen, Korbwaren, Kaffee und Tee, teilweise aus fairem Handel. Viel beachtet waren ihre Sachen aus Brasilien, zum Beispiel die Minikrippen. In der Holzkapelle des Kulturvereins schenkten die Helfer Kapellenpunsch aus, den "Kaffee ohne Wasser", zubereitet nach einem Geheimrezept, und boten gestrickte Strümpfe und Mistelzweige an. Oft gekauft wurde der Dorfkalender für das Jahr 2009, der den Titel "Menschen, Häuser und Erinnerungen" trägt. Der Gesamterlös kommt der vor einigen Jahren neu gebauten Nepomuk-Kapelle zugute. In der Rundhütte hatten sich die Fußballmädchen der Spielgemeinschaft Bostalsee niedergelassen. Ihre Getränkekarte ließ keine Wünsche offen. Weitere Stände wurden vom Turnverein, vom Männergesangverein, vom Frauenverein und von der Nachbarschaftsgemeinschaft "Nussbaamegge" betrieben. Die Feuerwehr lud in ein gemütliches kleines Zelt ein. Als es dunkel geworden war und der Platz sich immer mehr mit Menschen füllte, kam der Nikolaus (Karl Joachim) auf den Weihnachtsmarkt. Er hatte zwei süße Engel (Marie Müller und Anna Veit) im Gefolge und für die Buben und Mädchen 100 Weckmänner dabei. Die Kommunionkinder hatten ihre Gedichtchen hervorragend gelernt, was der heilige Mann sofort bemerkte und sie dafür lobte. Als der Musikverein vorweihnachtliche Weisen spielte, war das heimelige Flair perfekt. Bis in den späten Abend hinein wurde auf dem Markt gefeiert, gegessen und getrunken und über Gott und die Welt geplaudert. gtr

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