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Wehr soll nicht auf Trockenem sitzen

Wehr soll nicht auf Trockenem sitzen

Ein Feuerwehreinsatz, bei dem es nur kraftlos aus dem Schlauch tröpfelt, ist ein Albtraum. Doch der neue Heusweiler „Löschwasserplan“ zeigt, dass es überall ausreichend Zugang zu Löschwasser gibt – fast überall.

Ein "Löschwasserplan" für die Gemeinde Heusweiler sollte her - das beschloss der Gemeinderat im vorigen Juni, um auf diese Weise zu ermitteln, ob der Feuerwehr im Ernstfall auch überall in der Gemeinde genügend Wasser zur Verfügung stehen würde. Die beauftragte Firma RKN ("Rechenzentrum für kommunale Netze") in Hilden war im November fertig. Nun stellten Wolfgang Karges, Leiter der Gemeindewerke Heusweiler (GWH), und Gemeindewehrführer Christian Ziegler den Plan im Gemeinderat vor. Das Fazit: In Heusweiler ist die Versorgung mit Löschwasser gut bis sehr gut. Die GWH, so Karges, seien zuständig für die Trink- und Betriebswasserversorgung, der Brandschutz sei Aufgabe der Gemeinde selbst. Bei Entnahme von Löschwasser aus dem Wasserversorgungsnetz müsse die Trinkwasserversorgung jedoch immer gewährleistet sein.

Bei der Versorgung mit Löschwasser gelten bestimmte Richtwerte: In Wohngebieten muss gewährleistet sein, dass 48 Kubikmeter Löschwasser pro Stunde zur Verfügung stehen. Bei Altenheimen, Hotels oder Hochhäusern müssen es 96 Kubikmeter sein und bei Industriegebieten, Fabriken oder Gewerbeparks sogar 192 Kubikmeter. Können diese Mengen nicht aus dem öffentlichen Trinkwassernetz entnommen werden, muss auf Löschwasserteiche, Brunnen, Löschwasserbehälter oder Tanklöschfahrzeuge zurückgegriffen werden.

Die RKN hat das Rohrnetz der Gemeinde und jeden einzelnen Hydranten überprüft und die Löschwasserversorgung in Heusweiler fast mit Bestnote bewertet. "Fast" bedeutet, dass es vereinzelt Schwachstellen gibt. Wie in Obersalbach, wo die Löschwasserversorgung im oberen Bereich der Schwarzenholzer Straße nicht ausreicht und die Feuerwehr im Brandfall auf Hydranten aus dem Umfeld zurückgreifen muss. Schwachpunkte gibt es zudem in Kutzhof in der Mangelhauser- und Barbarastraße, an der Barbarahalle sowie in der Straße Brückhumes, in der Hofbergstraße und im oberen Bereich der Hübelbergstraße. "Aber das sind die einzigen Schwachpunkte in unserer Gemeinde", betonte Christian Ziegler.

Er erklärte, dass man sich an allen kritischen Punkten schon im Vorfeld Gedanken machen muss, wie man genügend Löschwasser bereitstellen kann. "Zum Beispiel kann man an der Barbarahalle Löschwasser aus dem Angelweiher holen", sagte Ziegler.