Vollgas auf der Matte

Gleich sechs Mal standen die Kämpfer des TV Merzig am Samstag bei den Landeseinzelmeisterschaften der U18 und U21 ganz oben auf dem Podest. Ein hervorragendes Ergebnis, das durch drei weitere dritte Plätze komplettiert wurde. Damit wurden die Gastgeber zum erfolgreichsten Verein.

Heimvorteil genutzt. Die Judokas des TV Merzig legten am Samstag bei den Saarlandmeisterschaften der U18 und U21 die Gegner kräftig auf die Schultern. Herausragend war die Leistung des noch 17-jährigen Nils Kleiber, der erstmals in der U21 antrat und dort auf Anhieb den Titel in der Klasse bis 73 Kilo einfahren konnte. Überlegen und mit spektakulären Techniken gewann der junge Orscholzer alle Kämpfe vorzeitig. Damit hat er sich wie alle anderen Platzierten für die südwestdeutschen Meisterschaften qualifiziert, die am 15. und 16. Februar in Maintal stattfinden.

Im vergangenen Jahr kämpfte auch Matthias Bold noch in der Klasse bis 73 Kilo, doch durch zusätzliche Krafteinheiten konnte er sein Gewicht nicht halten und war erstmals in der Klasse bis 81 Kilo dabei. Aber auch hier setzte er sich wie schon im Vorjahr durch und gewann stets vorzeitig. Eine Klasse höher kämpfte auch Dominik Thiel, der 2013 noch südwestdeutscher Meister der U18 bis 100 Kilo wurde. Jetzt gewann er den Saarland-Titel der U21 in der Klasse über 100 Kilo.

Dominierend in der Altersklasse der U18 waren die Mädchen des TV Merzig. Gleich drei Mal schlugen die Amazonen von der Unteren Saar zu. Rebecca Bold in der Klasse bis 52 Kilo, Jill Trenz in der Klasse bis 57 Kilo sowie Amelie Schuler in der Klasse bis 70 Kilo überzeugten mit starken Leistungen und errangen verdient die Saarlandmeisterschaft. Davon war nicht unbedingt auszugehen, denn zumindest Bold und Trenz kämpften in diesem Jahr zum ersten Mal in der höheren Klasse U18. Andererseits beherrschten beide seit Jahren die U15 und zählten auch auf Südwest-Ebene zu den Besten.

Die Jungs der U18 hatten bei starker Konkurrenz alle Hände voll zu tun. So gehen die dritten Plätze durch Daniel Peters in der Klasse bis 73 Kilo, Tobias Bies und Jens Weiten (beide bis 66 Kilo) auch voll in Ordnung. Bis ganz nach oben reichte es noch nicht, auch wenn der eine oder andere darauf spekuliert hatte.

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