Vier Wochen (fast) ohne Auto

512 Saarländer haben sich laut dem Bistum Trier in diesem Jahr an der Klimaschutz-Aktion „Autofasten“ beteiligt. Insgesamt nahmen gut 1600 Autofahrer aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und dem Raum Aachen an der Aktion der Evangelischen und Katholischen Kirchen teil.

Vom 17. März an hatten sie vier Wochen lang ihr Auto oft stehen gelassen und waren stattdessen mit Bus, Bahn oder Fahrrad gefahren.

Renate Fries aus Völklingen beteiligte sich zum ersten Mal an der Aktion. Sie habe das Auto eigentlich immer gerne benutzt, erzählt sie, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen. "Ich bin sogar bis zum Briefkasten gefahren, wenn es sein musste", sagte sie den Veranstaltern. Nach dem "Autofasten" sei sie nun begeistert, wie gut es auch ohne klappt. Wenn man ohne Auto lebe, dann "ticken die Uhren langsamer", sagte sie. Damit verschwende man aber keine Zeit, vielmehr werde das Leben stressfreier, weil man seine Termine nicht so dicht beieinander lege, so die Völklingerin. Andreas Motsch aus Saarbrücken nutzte häufiger öffentliche Verkehrsmittel und war überrascht, dass er damit teilweise sogar schneller war als mit dem Auto. "Als Stadtmensch braucht man eigentlich kein Auto", lautete sein Fazit.

Anders sieht das bei Albert Ottenbreit aus, der lernen musste, dass er für berufliche Termine nicht auf sein Auto verzichten kann. Dazu sei der Termindruck zu hoch. Ursula Hübner aus Saarbrücken nahm als "passionierte Fahrradfahrerin" teil. Am Leben ohne Auto gefällt ihr eines besonders: "Ich genieße es, das Wetter zu spüren", so Hübner.