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Vier Landesligisten müssen noch zittern

Vier Landesligisten müssen noch zittern

Die Hälfte der acht Kreisteams in der Fußball-Landesliga haben Sorgen. Mit dem SV Weiskirchen, der SSV Oppen, der SG Wadrill-Löstertal und dem SV Mettlach II stecken vier Teams mitten im Abstiegs-Kampf. Die Anfang März beginnende Rest-Rückrunde verspricht Spannung und Dramatik.

Für vier der acht Fußball-Landesligisten im Kreis lief die Saison bisher nach Plan: Die Absteiger SG Perl-Besch und SV Schwemlingen-Ballern bilden nach 17 Partien das Führungsduo und nehmen Kurs Richtung direkter Wiederaufstieg, dahinter dürfen auch die Aufsteiger SV Bardenbach (4.) und SG Honzrath-Haustadt (6.) mit ihrem Abschneiden vollauf zufrieden sein.

Für die übrigen Vereine lief es dagegen nicht nach Wunsch: Das gilt vor allem für die SSV Oppen. Der Vorjahres-Fünfte war mit dem Ziel oberes Tabellendrittel angetreten, setzte den Start mit sieben Pleiten am Stück aber total in den Sand. Zur sportlichen Misere gesellten sich Turbulenzen um die Trennung von Trainer Klaus Seger, erst langsam gelang es Oppen, sich unter Nachfolger Frank Amann wieder zu fangen.

Drei Neue für Oppen

"Mit der Entwicklung nach dem schlechten Start können wir ganz zufrieden sein", sagt Amann. Der Sprung ans rettende Ufer muss bei aktuell vier Absteigern aber erst noch vollzogen werden. Mit 16 Punkten liegt die SSV drei Zähler hinter Rang zwölf, der sicher zum Ligaverbleib reicht. "Wir haben wieder Tuchfühlung, müssen jetzt aber nachlegen. Die Vorbereitung wird da ganz entscheidend", weiß der 41-Jährige.

Dabei kann Amann auch drei Neuzugänge begrüßen. Vom Verbandsligisten FC Brotdorf kam Karl-Daniel Dietrich, ebenfalls in der Offensive anzusiedeln ist Philipp Blum, der zuvor für den FC Reimsbach aktiv war. Zudem hat es Matthias Fröhlich vom FC Düppenweiler zu den Grün-Weißen verschlagen. Vor allem von Blum erhofft sich Amann einiges: "Vorne waren wir doch sehr dünn besetzt. Ich denke, er kann uns in der Offensive weiterhelfen."

Auf Neuzugänge verzichtet hat dagegen die SG Wadrill-Löstertal, die auf dem rettenden zwölften Platz steht. Dennoch hofft Spielertrainer René Kläser auf eine deutlich entspanntere Rückrunde. "Wir wollen schnellstmöglich die für den Ligaverbleib nötigen Punkte holen. Dafür werden wir in der Vorbereitung richtig Gas geben", kündigte er vor dem Trainingsauftakt am vergangenen Freitag an. Das Vertrauen ins Team sei aber trotz der nach Platz acht im Vorjahr eher rückläufigen Entwicklung ungebrochen. "Das Potenzial ist bei uns vorhanden", ist sich Kläser sicher.

Weiskirchen zu unkonstantUm den Ligaverbeib zittern müssen auch der SV Weiskirchen und der SV Mettlach II. Das gilt insbesondere für die Reserve des Saarlandligisten, die als Tabellen-Vorletzter sechs Zähler auf den ersten Nichtabstiegspatz aufzuholen hat. Immerhin: Mit 13 Punkten ist die Ausgangslage sogar noch deutlich besser als vor einem Jahr. Da lag die Elf von Trainer Thomas Steies mit nur fünf Punkten schon fast aussichtslos zurück - und schaffte dennoch die Rettung. Viel prekärer als jetzt war damals auch die Situation in Weiskirchen. Hätte es nach einem tollen Saisonstart nicht einen Einbruch gegeben, wäre Trainer Stephan Mertes mit 22 Zählern und Rang neun auch zufrieden. So aber muss der SVW weiterhin auf der Hut sein, nur sechs Punkt sind es bis zur Abstiegszone. "Unser Durchhänger hat definitiv zu lang angedauert. Vielleicht haben wir am Anfang auch etwas über unseren Verhältnissen gespielt", sagt Mertes. Mit Stürmer Kevin Salm, der vom SV Scheuern zurückgekehrt ist, kann er einen Neuzugang begrüßen.