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Verspätung wegen Winterrückkehr

Verspätung wegen Winterrückkehr

Neunkirchen. Glatt und mit Schnee bedeckt waren die Straßen gestern Morgen. Ein Ärgernis für jeden Autofahrer, der das Fahrzeug nicht stehen lassen konnte. Eine Herausforderung auch für alle Busfahrer, die bereits am frühen Morgen im Einsatz waren

 So schön blühte gestern diese Zaubernuss im Vorgarten von SZ-Leser Rolf Müller. Foto: Leser-Reporter Rolf Müller
So schön blühte gestern diese Zaubernuss im Vorgarten von SZ-Leser Rolf Müller. Foto: Leser-Reporter Rolf Müller

Neunkirchen. Glatt und mit Schnee bedeckt waren die Straßen gestern Morgen. Ein Ärgernis für jeden Autofahrer, der das Fahrzeug nicht stehen lassen konnte. Eine Herausforderung auch für alle Busfahrer, die bereits am frühen Morgen im Einsatz waren. Harry Freitag, Dienst habende Fahraufsicht bei der NVG, berichtete gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass alle Busse der NVG zwischen 4 und 8 Uhr Verspätung hatten. "Die Busse hatten zwischen zehn und 25 Minuten Verspätung", sagte Freitag. Sie seien aber planmäßig ab kurz nach 4 Uhr gestern Morgen rausgefahren. Ab 4 Uhr morgens habe Freitag auch mit den Streudiensten im Kreis in Kontakt gestanden, um rechtzeitig zu erfahren, wo bereits gestreut wurde. "Wir konnten halt nicht direkt alle Haltestellen anfahren. Beispielsweise in Illingen waren teilweise Umleitungen erforderlich, weil Steigungen zu hoch waren." Die beiden Reservefahrer seien zweimal ausgerückt, um Bussen entgegenzufahren, die hängengeblieben waren. Die Fahrgäste sind laut Freitag sehr geduldig gewesen. "Und glücklicherweise hat es nur einen Unfall gegeben. In Ottweiler ist ein Fahrer mit dem Bus in ein geparktes Auto gerutscht. Verletzt wurde niemand", sagte Freitag. Auch die Neunkircher Polizei meldete, dass es gestern keine wetterbedingten Unfälle gab. Dass die Bürger bei diesem winterlichen Wetter unfallfrei die Straßen passieren können, dafür sorgten auch gestern wieder die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes. "Es waren alle sieben Streufahrzeuge im Einsatz", sagte der Leiter des Betriebshofes, Karl-Josef Scheer. Auch habe der Betriebshof die Strecken des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) übernommen, da die Mitarbeiter des LfS gestreikt hatten. Das bedeutete für die Mitarbeiter der Stadt, dass auch die Spieser Höhe und der Rombachaufstieg geräumt wurden. Scheer sagte: "Zwischen 4 und 11.30 Uhr haben die Mitarbeiter 80 Prozent der Straßen geräumt." Auch waren in Neunkirchen über 100 Handstreuer im Einsatz. Sie waren damit beschäftigt, die Eigentumsflächen der Stadt zu streuen. "Dabei handelt es sich um 441 Punkte - beispielsweise Brücken und Gehwege - in der Stadt", sagte Scheer. Verbraucht wurden laut Scheer gestern zirka 40 Tonnen Salz. "Glücklicherweise hat alles gut geklappt, die Mitarbeiter haben gut gearbeitet", lobte Scheer. Erstaunt war der Leiter des Betriebshofes auch gestern wieder darüber, dass es immer noch Bürger gebe, die mit ihren Fahrzeugen an solchen Tagen mit Sommerreifen unterwegs seien. Dass der Winter auch sehr viel Schönes hat, zeigt das Foto einer blühenden Zaubernuss (Hamamelis mollis) mit "Sahnehäubchen", aufgenommen von Leser-Reporter Rolf Müller aus Furpach, gestern Morgen um 9 Uhr in seinem Vorgarten. So voller Schnee habe die Zaubernuss in den vergangenen dreißig Jahren noch nicht gelegen.