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Vereine im Landkreis zeigen, was sie drauf haben

Vereine im Landkreis zeigen, was sie drauf haben

Bosen. Mehrere hundert Besucher informierten sich im Bosaarium bei den Heimat- und Verkehrsvereinen über ihre vielfältige Arbeit im Bereich der Geschichte, Forschung und des Brauchtums. Der Landkreis hatte die Vereine eingeladen, sich darzustellen, mit den Besuchern in Kontakt zu treten, sie für ihre Tätigkeit zu interessieren - und womöglich auch dafür zu gewinnen

Bosen. Mehrere hundert Besucher informierten sich im Bosaarium bei den Heimat- und Verkehrsvereinen über ihre vielfältige Arbeit im Bereich der Geschichte, Forschung und des Brauchtums. Der Landkreis hatte die Vereine eingeladen, sich darzustellen, mit den Besuchern in Kontakt zu treten, sie für ihre Tätigkeit zu interessieren - und womöglich auch dafür zu gewinnen.Bei der Eröffnung dieses Heimattages sagte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald (CDU): "Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft. Die Vergangenheit kennen heißt, seine Wurzeln kennen. Und Wurzeln bedeuten Herkunft, Identität und Heimat." Heimat sei dort, wo man diese Wurzeln habe. Sie sei mehr als nur eine Wohnung. Ein Gefühl und tief im Herzen verankert. Die Heimat- und Verkehrsvereine erfüllten, so der Verwaltungschef, viele Aufgaben, hielten Erinnerungen wach und bewahrten die Zeugnisse. Das geschehe durch Ausstellungen und Ahnenforschung, durch die Pflege der Sprache und des Brauchtums und durch die Herausgabe von Büchern. "Durch diese Vereine atmet und lebt das St. Wendeler Land, die Menschen identifizieren sich mit der Region."Der Bummel von Stand zu Stand war für die Besucher wie ein Gang durch die Geschichte. Beim Wolfersweiler Heimatverein Novallis r gab es Silbermünzen und Bücher und wurden Fotos und Zeitungsausschnitte gezeigt. Helga Schweyer ließ die Gäste Holunderlikör "von echten Wolfersweiler Holunderbeeren" probieren. Während seine Dance Girls über die Bühne wirbelten, erfreute der Selbacher Heimat- und Verkehrsverein die Besucher mit großformatigen Fotos aus dem Dorf. Ansprechende Modelle von zwei Kirchen gab es zu bewundern: beim Verein für Heimatkunde die Alsweiler Pfarrkirche und bei den St. Wendeler Altstadtfreunden die Basilika. Der Bosener Verkehrsverein zeigte die mehr als 100 Jahre alte Strickmaschine von Agnes Morbach, die noch funktionstüchtig ist und seit Jahren im Urexweiler Heimatmuseum aufbewahrt wird. Die Bosenerin strickte einst darauf für das halbe Dorf warme Sachen. "Wir waren der einzige Stadtteil, der noch kein Ortswappen hatte. Seit einigen Wochen haben wir endlich eines", sagte Rudi Schneider von den Urweiler Heimatfreunden. An einer Stellwand wurde das neue farbenfreudige Wappen mit seinen vielen Symbolen präsentiert.Zu der gut besuchten Veranstaltung gab es ein reiches Rahmenprogramm. Am Vormittag feierte Pastor Stefan End im Bosaarium die heilige Messe. Am Nachmittag wurden die Gäste Zeugen dreier Podiumsdiskussionen: "Tourismus im St. Wendeler Land", "Heimat heute" und "Mundart ade", alle moderiert von Klaus Brill, Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" und Mitglied im Alsweiler Heimatkundeverein. Tanzvorführungen zeigte die Gruppe La Volte aus Bosen unter anderem mit dem Tanz einer Hochzeitsgesellschaft von 1920. "Mir schwätze domm on mache Musik" war das Thema von Langhals und Dickkopp, zwei Kabarettisten aus Marpingen. Wegen des ungünstigen Wetters hatte die Ausstellung der Oldtimer-Traktoren nicht so viele Besucher. gtr

Auf einen BlickDie Aussteller beim "Tag des St. Wendeler Landes": Dörrenbacher Heimatbund, Verein für Heimatkunde Alsweiler, Heimat- und Kulturverein Ostertal, Historischer Verein zur Erforschung des Schaumberger Landes Tholey, Verkehrsverein Bosen, Verein für Orts- und Familiengeschichte Oberlinxweiler, Heimatfreunde Urweiler, Heimatverein Niederlinxweiler, Heimat- und Verkehrsverein Selbach, Heimatverein Novallis Wolfersweiler, Heimatfreunde Türkismühle, Heimatfreunde Winterbach, Heimatverein Altstadtfreunde St. Wendel, Grabungsgesellschaft Terrex, Theulegium Tholey, Grafische Werkstatt Alsweiler, Heinrich und Rosemarie Klees (Achat- und Goldschmiedearbeiten), Engelbert Geßner (Stuhlflechter), Valerij Govorun (Malereien), Benedikt Bohlinger (Holzobjekte). gtr