„Uns hatte keiner auf der Rechnung“

„Uns hatte keiner auf der Rechnung“

Nein, damit hatte vor der Runde niemand gerechnet. Mit nur 13 Spielern ging der SV Lisdorf im August in die Saison. Doch dann startete das Team durch – und ist jetzt der große Titelfavorit in der Fußball-Kreisliga A Saar.

Sechs Spieltage vor dem Runden-Ende träumen die Fußballer des SV Lisdorf von der großen Überraschung. Als Tabellenführer der Kreisliga A Saar hat der SVL vor dem Spitzenspiel am Montag um 15 Uhr gegen den SV Felsberg fünf Zähler Vorsprung vor den Verfolgern Gerlfangen-Fürweiler und Felsberg. Bei einem Sieg am Ostermontag wäre der Aufstieg in die Bezirksliga zum Greifen nahe. "In Sachen Meisterschaft hatte uns vor der Saison niemand auf der Rechnung. Auch wir selbst hätten nicht gedacht, dass wir so weit oben stehen könnten", sagt Lisdorfs Spielausschuss-Vorsitzender Michael Gonder.

Der Lisdorfer Höhenflug kommt überraschend. Vor allem wenn man sieht, unter welchen Vorzeichen die Kicker aus dem Saarlouiser Stadtteil in die Runde starteten. "Eigentlich umfasste unser Kader für die erste Mannschaft nur 13 Spieler. Erst in der Winterpause konnten wir ihn mit Neuzugängen wie Michael Tilkowski oder Pasquale Lo Vetere vergrößern", erzählt Gonder.

Das große Plus des SVL sei die mannschaftliche Geschlossenheit. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr stimmt es beim Ligaprimus. Schlussmann Thorsten Klos musste mit 23 Gegentreffern die mit Abstand wenigsten der gesamten Liga hinnehmen. Er ist ein sicherer Rückhalt hinter der stabilen Abwehr. "Er ist eine richtige Granate", lobt Gonder.

Änderungen im Trainer-Duo

In der Offensive kann der SVL auf treffsichere Akteure wie Marco Görgen mit seinen 19 Toren oder Spielertrainer Daniel Nies mit seinen 18 Treffern zurückgreifen. Nies trainiert das Team derzeit noch gemeinsam mit Georg Comtesse, der allerdings am Saisonende aus dem Duo ausscheiden wird. Dann wird Gonder die Mannschaft zusammen mit Nies trainieren. Ob in der Bezirks- oder weiter in der Kreisliga - das wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

Mehr von Saarbrücker Zeitung