Umzug in Bosen : Regen für die zarten Pflänzchen

Mit etwas Verspätung machten sich die wackeren Akteure des Bosener Rosenmontagumzugs auf den Weg durch den Ort.

Der Bosener Zugleiter Heiko Kiefer hatte wegen des total verrückt spielenden Wetters den Abmarsch des Rosenmontagumzugs am Altenheim um 15 Minuten nach hinten verlegt. „Wir stellen uns auf und ziehen das in einem durch“, sagte Kiefer. Ein Hoch auf die Akteure und Besucher, die bei dem Sauwetter eine Narrenparade überhaupt möglich machten. Sieben Fußgruppen, deren Kostüme im Wind flatterten, und zwei Wagen bildeten den Bosener Lindwurm. Vorneweg rollte die Gummibärenbande aus Sötern an den Narren am Dorfplatz vorbei. Und dahinter wurde es farbenfroh. Die Delegation aus dem Altenheim schwärmte von der schrillen Mode aus den 1980er-Jahren. Vom nahen Bostalsee tauchten Quallen im Dorf auf. Neu sind am Badesee die pinkfarbenen Flamingos eingetroffen, die in Bosen über die Straße stolzierten. Genügend Wasser bekamen die marschierenden Blumentöpfe ab, damit die zarten Pflänzchen gedeihen. Der Schützenverein „Gut Ziel“ trifft regelmäßig ins Schwarze. Davon können sich die Fußballer vom Sportclub (SC) eine Scheibe abschneiden. Im Jubiläumsjahr 2019 soll das besser werden. Der SC wird stolze 100 Jahre alt. Nach der schnellen Runde durch den Ort ging es ins evangelische Gemeindehaus. Doch zunächst mussten noch die nassen Klamotten gewechselt werden.