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TuS-Frauen sind vor dem Spitzenspiel optimistisch

TuS-Frauen sind vor dem Spitzenspiel optimistisch

Mit einem Sieg im Spitzenspiel bei der FSG Dudweiler-Fischbach könnten die Handballerinnen des TuS Neunkirchen den wohl entscheidenden Schritt zum Meistertitel in der Saarlandliga machen. Beide Teams sind vor der Partie nur einen Punkt auseinander.

Es könnte eine Vorentscheidung sein. Eine Vorentscheidung um die Meisterschaft. An diesem Samstag ab 20 Uhr steigt in der Dudweiler Dudohalle das Spitzenspiel der Damenhandball-Saarlandliga zwischen der FSG Dudweiler-Fischbach und dem TuS Neunkirchen. Die Gäste aus Neunkirchen stehen mit 26:4 Punkten an der Spitze der Tabelle, Dudweiler ist mit 25:5 Punkten der erste Verfolger - und in der eigenen Halle bislang noch ungeschlagen. Der Meister steigt in die RPS-Oberliga auf.

Die Neunkircherinnen blicken auf acht Siege in Folge zurück. Nach den beiden "schwarzen Tagen" bei den bisher einzigen Niederlagen gegen die FSG Oberthal/Hirstein und die DJK Marpingen II zu Beginn der Saison läuft der TuS-Motor mittlerweile sehr rund. Anja Severin, mit Kreisläuferin Teresa Stolz-Ramos und Torfrau Linda Beschel eine der verbliebenen erfahrenen Spielerinnen aus dem Team, das im vergangenen Sommer freiwillig aus der 3. Liga abgestiegen war, weiß um die Favoritenrolle der TuS-Frauen im Spitzenspiel. "Im Normalfall sind wir das schon", sagt sie.

Wie sehr die Mannschaft von Trainer Mirko Pesic die Liga dominiert, zeigt das Torverhältnis von 426:287. Macht eine Tordifferenz von 139. Die Dudweilerinnen haben nur plus 54. Zuletzt siegte der TuS am vergangenen Samstag gegen das überforderte Schlusslicht TV Birkenfeld/Nohfelden mit 42:22. Dabei gab es aber einen dicken Wermutstropfen, als Vanessa Bock sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog. Auch Bianca Walther (Arm ausgekugelt) fällt aus. "Zudem war Torfrau Linda Beschel diese Woche erkältet", berichtet Severin. Optimistisch ist sie trotzdem.

Der Gegner FSG Dudweiler-Fischbach hat sich "mit dem Thema Aufstieg noch nicht beschäftigt", sagt Trainer Rüdiger Lydorf. "Neunkirchen ist die einzige Mannschaft, die wirklich hoch will. Für uns wäre das ein Riesenschritt, der eigentlich ein bis zwei Jahre im Voraus geplant werden müsste, um die Liga finanziell und sportlich zu stemmen."

Die FSG hat in der bisherigen Saison nur zwei Niederlagen erlitten. Eine der beiden Pleiten erlebte Dudweiler-Fischbach jedoch im Hinspiel in Neunkirchen (16:26). "Wir haben noch etwas aus dem Hinspiel gutzumachen. Wir haben eigentlich gut mitgehalten, sind aber gegen Ende des Spiels doch ins Hintertreffen geraten", erinnert sich Lydorf. "Allerdings war das im Oktober und ist schon lange her." Seit dieser Niederlage am dritten Spieltag hat die FSG nicht mehr verloren.

Dudweiler zeichnet sich durch eine gute Mischung aus erfahrenen und Perspektivspielerinnen aus. "Wir können am Samstag ohne Druck auflaufen", sagt Rüdiger Lydorf entspannt. "Wichtig wird sein, dass wir den Kampf annehmen und den Respekt ablegen. Neunkirchen ist Erster, mit der besten Offensive und der besten Defensive, sie sind für mich daher leicht favorisiert."