„Zelfies Food To You“ am Bootshafen Chicken Mango oder Lyonerwurstsalat – das neue Bistro am Bostalsee bietet kulinarische Vielfalt

Bosen · Im Bistro im Regattahaus stehen seit April afrikanische und saarländische Spezialitäten auf der Speisekarte. Und die Besitzerin hat bereits Pläne für die Wintermonate

Zelfa Schank präsentiert mit Schnitzel Kachumbari ein Gericht, das die afrikanische und die deutsche Küche vereint.

Zelfa Schank präsentiert mit Schnitzel Kachumbari ein Gericht, das die afrikanische und die deutsche Küche vereint.

Foto: Jennifer Fell

Seit April hat das Bistro im Regattaheim in Bosen eine neue Pächterin. Die gebürtige Kenianerin Zelfa Schank bietet am Bootshafen unter dem Namen „Zelfies Food To You“ afrikanische, aber auch saarländische Speisen an. Schank, eine ausgebildete Krankenschwester, die auch eine ganze Weile in ihrem ursprünglichen Beruf gearbeitet hat, ist auch in der Gastronomie keine Unbekannte: „Zunächst hatte ich einen Imbiss bei meinem Haus in Kastel, im vergangenen Jahr sind wir mit einem Imbisswagen zu verschiedenen Festivals und Veranstaltungen gefahren, beispielsweise an die Loreley oder auch an den Bostalsee oder nach Otzenhausen.“

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Foto: dpa/Oliver Dietze

Überraschende Einladung im Briefkasten nach sechswöchiger Reise

Dass der Landesverband Saarländischer Segler (LVSS) für das Bistro im Regattahaus einen neuen Pächter suche, hätten sie und ihr Ehemann Siegfried Feid im November des vergangenen Jahres per Zufall erfahren: „Bekannte erzählten uns davon und fragten, ob das nicht was für uns sei. Leider reisten wir bereits am kommenden Tag für sechs Wochen nach Kenia und konnten daher nur noch telefonisch unser Interesse bekunden. Dabei erfuhren wir, dass es schon mehrere Bewerber gebe und auch schon erste Gespräche angesetzt seien.“

Zelfa Schank sagt, sie habe zwar bedauert, nichts mehr unternehmen zu können, aufgrund der schon lange geplanten Reise seien ihr jedoch die Hände gebunden gewesen. Um so überraschter sei sie gewesen, bei ihrer Rückkehr eine Einladung des LVSS im Briefkasten vorzufinden: „Im Gespräch erklärte man mir, den Gästen etwas anderes als die übliche Küche bieten zu wollen, weshalb man uns den Zuschlag geben wolle.“ Und auch Zelfa Schank war gleich Feuer und Flamme: „Ich habe mich sofort in den Ausblick verliebt, hier ist es wie im Urlaub“, meint sie und zeigt die Sonnenterrasse, von der aus man den Bostalsee überblicken und sich herrlich entspannen kann.

Wahl zwischen afrikanischen und saarländischen Gerichten

Seit April gibt es nun Zelfies Food To You im Regattahaus. In ihrem Bistro, das 80 Personen Platz bietet und für Feierlichkeiten einen separaten Raum bereithält, können die Gäste am Nachmittag wechselnde selbst gebackene Kuchen genießen, etwa Käsesahnetorte oder Kirschstreuselkuchen. Als besondere Spezialität bezeichnet die gebürtige Kenianerin ihre Nussecken: „Die gibt es immer, weil sie so gut und sehr beliebt sind“, bekräftigt sie.

Am Mittag und am Abend haben die hungrigen Besucher die Wahl zwischen afrikanischen und saarländischen Gerichten. Auf der Speisekarte findet sich etwa Chicken Mango oder Chicken Jirrah (mit Kreuzkümmel), die jeweils mit Reis serviert werden. Zum vegetarischen Mungobohneneintopf gibt es ebenfalls Reis. Zum Schnitzel Kachumbari hingegen, das eine Auflage aus Tomaten und Zwiebeln hat und gratiniert wird, werden Rosmarinkartoffeln als Beilage gereicht. Allen, die sich einen ersten Eindruck von den reichen Aromen der afrikanischen Küche machen möchten, empfiehlt Zelfa Schank den Jambo-Teller: „Jambo heißt hallo. Wer dieses Gericht bestellt, erhält eine Kostprobe sechs verschiedener afrikanischer Gerichte“, verrät sie.

Daneben, so Schank, biete man auch saarländische Speisen wie das Flatschniggel Steak oder den Lyonerwurstsalat. Die klassische Currywurst, Schnitzelvariationen, Rumpsteak, Burger und Salatteller – beides auch vegetarisch – komplettierten das Essensangebot, erzählt die Gastronomin, die hinzufügt, dass sie Wert auf gesunde und frisch zubereitete Kost lege, weshalb sie auch grundsätzlich nur Reis, Rosmarin- und Bratkartoffeln als Beilage serviere. „Die typischen Pommes gibt es bei uns nur für Kinder.“

Bistro soll auch im Winter öffnen

 Bei sommerlichen Temperaturen kann man auch auf der Terrasse mit Blick auf den Bostalsee tafeln.

Bei sommerlichen Temperaturen kann man auch auf der Terrasse mit Blick auf den Bostalsee tafeln.

Foto: Jennifer Fell
 Hier im Regattahaus in Bosen bewirtet Zelfa Schank seit April ihre Gäste.

Hier im Regattahaus in Bosen bewirtet Zelfa Schank seit April ihre Gäste.

Foto: Jennifer Fell
Die Gemälde von Siegfried Feid verleihen dem Interieur des Bistros eine besondere Note.

Die Gemälde von Siegfried Feid verleihen dem Interieur des Bistros eine besondere Note.

Foto: Jennifer Fell
  Beim Schnitzel Kachumbari wird das Schnitzel mit einer Auflage aus Tomaten und Zwiebeln gratiniert. Dazu Rosmarinkartoffeln und Barbecuesoße.

Beim Schnitzel Kachumbari wird das Schnitzel mit einer Auflage aus Tomaten und Zwiebeln gratiniert. Dazu Rosmarinkartoffeln und Barbecuesoße.

Foto: Jennifer Fell
Von der Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf den Bostalsee.

Von der Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf den Bostalsee.

Foto: Jennifer Fell
Beim Jambo-Teller können gleich sechs afrikanische Gerichte probiert werden.

Beim Jambo-Teller können gleich sechs afrikanische Gerichte probiert werden.

Foto: Jennifer Fell

Schank, die bei der Realisierung des eigenen Lokals tatkräftig von Ehemann Siegfried Feid unterstützt wurde, der auch dem Interieur mit seinen Gemälden eine besondere Note verliehen hat, berichtet, dass neben den Seglern tagtäglich auch viele Spaziergänger und Gäste der Center Parcs bei ihr einkehrten, weshalb sie die Hoffnung hege, die Gaststätte auch über den Herbst hinaus weiterzubetreiben: „Bisher war das Bistro immer nur bis Oktober geöffnet, aber wir hoffen, auch über Winter bleiben zu können. Schließlich gibt es hier das ganze Jahr über Spaziergänger und die Center Parcs sind auch fast ganzjährig ausgebucht. Es gäbe also Kundschaft für uns“, findet Zelfa Schank, der die Segelfreunde bereits einen Spitznamen verpasst haben: „Sie sagen immer: „Wir gehen zu Tina Turner mit den roten Haaren.“

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