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Theaterverein Nahequelle präsentiert "Die Erbtante aus Afrika" in Selbach

Theater : Erbtante aus Afrika kommt nach Selbach

Theaterverein Nahequelle bittet ab Freitag ins Dorfgemeinschaftshaus. Es gibt noch Karten für zwei der drei Aufführungen.

Kräftig am Proben für die Vorstellungen sind die Laienschauspieler des Theaterverein Nahequelle Selbach – und das schon seit einigen Wochen. „Bitte deutlicher und lauter sprechen“, „Mehr Gestik“ oder „Das sollte doch nicht so schwer sein“: Das sind einige der Ansagen, mit denen Regisseurin Margit Jung ihr Team motivierten möchte. Ihre Darsteller sollen ihre Rollen noch besser verinnerlichen, denn bei den Aufführungen vor Publikum soll alles wie am Schnürchen laufen. „Zudem wollen wir die Lachmuskeln unserer Besucher so richtig strapazieren, damit kein Auge trocken bleibt“, nennt die Regisseurin die Motivation für ihre Arbeit. Mit Zuckerbrot und Peitsche treibt sie ihre neun Darsteller an. Wobei die Süßigkeiten in den Pausen als  Lohn der Mühen verspeist werden. Bis zur Premiere am kommenden Freitag, 12. April, ist nicht mehr viel  Zeit.

Plakate kündigen die drei Aufführungen im Dorfgemeinschaftshaus vielerorts an. Die Texte sind auswendig gelernt und sitzen, Gestik und Mimik werden noch etwas angepasst, am Bühnenbild muss ebenfalls noch etwas gearbeitet werden, aber bis zur Generalprobe wird wohl alles bestens geregelt sein. Wenn dann der Vorhang sich erstmals öffnet, werden die Theaterspieler nicht den weithin bekannten reichen Onkel aus Amerika, der es vom Tellerwäscher bis zum Millionär geschafft hat, erwarten, sondern eine reiche „Erbtante aus Afrika“ begrüßen, die ihrer Verwandtschaft in der Heimat einen Besuch abstattet. Es ist ein Drei-Akter des zeitgenössischen Boulevard-Autors Erich Koch. „Stoff, aus dem Komödien gemacht sind, gibt es reichlich mit Verwechslungen, Missverständnissen, Tricks und Lügen“, verrät die Spielleiterin.  Sie hat sich für den Drei-Akter entschieden.

Zum Inhalt: Kurt Blaumann steckt bis zum Hals in Schulden. Auch das Geld, das er sich in den vergangenen Jahren von seiner Schwester Laura für diverse Operationen und Schicksalsschläge erschwindelt hat, ist weg. Als seine Schwester aus Afrika plötzlich ihren Besuch ankündigt, um sich davon zu überzeugen, ob ihr reichlich investiertes Geld in die Familie auch gut angelegt war, drohen Kurts Lügen aufzufliegen. Er muss die Familie einweihen und sie dazu bringen, Laura eine Komödie vorzuspielen. Kurzerhand werden Freunde der Familie zu angeblichen Ehemännern seiner Töchter Gabi und Biggi, das Schicksal nimmt seinen Lauf. Leider kommt es anders als Kurt geplant hat. Die Postbotin Trine sorgt zusätzlich für allerhand Verwirrung. Außerdem hat Tante Laura noch eine Überraschung im Gepäck angekündigt. Und abschließend stellt sich die Frage: Fliegt der Schwindel auf? Oder kann Kurt doch noch auf ein großzügiges Erbe hoffen?

Die Aufführungen sind Freitag und Samstag, 12. und 13. April, jeweils  20 Uhr, am Sonntag, 14. April, 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Selbach. Der Eintritt beträgt für Erwachsene acht Euro, Kinder bis 16 Jahre sechs Euro. Karten sind  für Freitag und Sonntag erhältlich: Telefon (0 68 75) 4 44.