Straßenfastnacht ist beliebt

Die närrische Session ist lang in diesem Jahr. Ausreichend Zeit, sich bei Kappensitzungen und Ordensfesten auf die tollen Tage vorzubereiten. Viele Saarländer lieben die närrische Zeit, andere ziehen Urlaub vor.

An der SZ-Umfrage zu Fastnacht haben sich saarlandweit 854 Leserinnen und Leser beteiligt. 26 Prozent der Befragten sind "Fastnachtsflüchtlinge" und ziehen den Urlaub vor, 74 Prozent bleiben daheim. 28 Prozent der Befragten werden in dieser Session zu einer Kappensitzung gehen oder waren schon dort. 72 Prozent schätzen diese Art der Unterhaltung nicht.

Bei den Fastnachtsumzügen sieht es schon anders aus, sind sie doch auch "umsonst und draußen". 57 Prozent der befragten SZ-Leser gehen hin. Die größten Rosenmontagsumzüge des Landes haben Neunkirchen und Saarbrücken-Burbach zu bieten. Oft stehen mehr als 100 000 Zuschauer an den Straßenrändern. Welcher Umzug ist bei den Saarländern am beliebtesten? Auch das haben wir gefragt. Die Antwort unserer Leser: 24 Prozent gefiel der Saarbrücker Umzug besser, 18 Prozent der Neunkircher. Und die Mehrheit, nämlich 58 Prozent, haben möglicherweise eher eine Vorliebe für die kleineren Umzüge, die es landauf, landab zu sehen gibt, sie nannten als Antwort "keiner von beiden". Bei der Straßenfastnacht fließt häufig der Alkohol.

Unsere Leserinnen und Leser nehmen das zumeist gelassen. 47 Prozent waren dafür, einmal im Jahr Fünfe gerade sein zu lassen. 36 Prozent lehnen das ab, sehen Alkohol also selbst an Fastnacht kritisch, 17 Prozent wollten sich auf keine Antwort festlegen.

Ob mit oder ohne Alkohol gefeiert wird, ob am Straßenrand oder vor dem Fernseher: An Aschermittwoch sind die tollen Tage für alle endgültig vorbei. Wir wollten von unseren Leserinnen und Lesern wissen, was dieser Tag für sie bedeutet. Hier Auszüge aus der Fülle der Antworten: Viele antworteten lapidar: "Der Alltag hat uns wieder." Für andere wiederum ist Aschermittwoch Beginn der Fastenzeit. Eine Antwort fiel oft: "Heringsessen". An Aschermittwoch werden wohl die meisten Heringe im Jahr gegessen, ob bei den großen Aschermittwochstreffen der Parteien oder auch privat. Für die meisten Saarländerinnen und Saarländer ist der Aschermittwoch ein ganz normaler Arbeitstag. Und für einige dennoch die reine Erholung. Das schließen wir aus der Antwort, die wie ein Stoßseufzer klingt: "Endlich keine Karnevalsschlager mehr." Doch bis dahin dauert es noch, und die Fastnachtsfreunde singen gerne mit.

saarbruecker-zeitung.de/ umfragecenter

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