Storch im Landeanflug

Der Storch ist wieder zurück. Auf dem Höhenweg in Landsweiler wurde er von mehreren Spaziergängern und Anwohnern gesichtet. Ob es sich jedoch um denselben Vogel wie im vergangenen Jahr handelt oder um einen Streuner, ist nicht sicher.

Vor einem Jahr kam erstmals ein Storch nach Landsweiler. Nach ein paar Wochen gesellte sich ein Weibchen zu ihm (wir berichteten). Nach Auskunft von Christoph Braunberger (Nabu) handelte es sich damals wahrscheinlich um ein Jungtier im zweiten Lebensjahr. Störche werden erst im dritten Lebensjahr geschlechtsreif. Dieser Vogel hatte wahrscheinlich die Lage und die Futterversorgung sondiert. Um es dem Storch nach seiner Rückkehr aus dem Süden möglichst bequem zu machen, haben Anwohner von "Auf der Schled" dem Pärchen einen künstlichen Horst gebaut. Noch hat niemand gesehen, ob der jetzige Storch schon dort gelandet ist.

Vor ein paar Tagen wurden die Wiesen in diesem Bereich gemäht. Die abgemähten Flächen bilden eine ideale Nahrungsquelle für die Störche, erklärt Braunberger. Der Nabu-Fachmann glaubt allerdings, dass es sich bei dem Landsweiler Exemplar um einen Herumstreuner oder einen Nichtbrüter handelt. Vor allem im Nordsaarland gäbe es einen hohen Bestand dieser Spezies, die auch als Pärchen auftreten können. Dass der Landsweiler Storch mit einem Weibchen den aufgestellten Horst in Besitz nehmen wird, hält Braunberger für unwahrscheinlich. Die Zeit des Brütens ist vorbei, zumal in diesem Jahr die Natur zeitlich früher dran war. Im Bliesgau seien die ersten Jungtiere schon beringt, in Reinheim zum Beispiel werden die Tiere in den nächsten drei Wochen flügge, merkt Braunberger an. Auch wenn es sich nur um einen Streuner handeln sollte, Spaziergänger und die Anwohner erfreuen sich dennoch an dem anmutigen Vogel, der über die Wiesen zwischen dem Landsweiler Naherholungsgebiet, den Weihern bei Krispelt und dem Eidenborner Weiher fliegt.