Stiftung Hospital stärkt Bereich der Altenhilfe

Stiftung Hospital stärkt Bereich der Altenhilfe

Gute Nachrichten von der Stiftung Hospital: Nachdem diese Ende vergangenen Jahres angekündigt hatte, dass frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden, darüber hinaus in der Jugendhilfe Stellen gestrichen wurden, stellt die Stiftung nun wieder Mitarbeiter ein. Fünf zusätzliche Stellen gibt es in der Altenhilfe.

Die Zahl der Mitarbeiter bei der Stiftung Hospital wächst wieder. Fünf zusätzliche Fachkräfte gibt es für die Altenhilfe. Das kündigten Kuratoriumsvorsitzender Klaus Bouillon und Verwaltungsleiter Dirk Schmitt im SZ-Gespräch an. Bouillon: "Wir brauchen die zusätzlichen Stellen. In der Altenhilfe gab es zu viele Überstunden." Gesucht werden Altenpfleger und Altenpflegehelfer. "Darüber hinaus wollen wir unsere eigenen Fachkräfte heranziehen", sagt Schmitt. Die Zahl der Auszubildenden werde man deshalb von derzeit 27 auf 35 erhöhen. Denn Fachkräfte zu finden, werde immer schwieriger. Ideal sei der Arbeitgeber Stiftung auch für Wiedereinsteiger und Alleinerziehende, macht Bouillon Werbung. Denn man habe eine Kinderkrippe und einen Kindergarten mit Öffnungszeiten bis 19 Uhr direkt vor Ort.

Altenhilfe mit 515 Mitarbeitern

Die Stiftung Hospital ist nach eigenen Angaben der größte Anbieter der Altenhilfe im Landkreis St. Wendel. 463 Plätze biete man in den Einrichtungen in St. Wendel, Namborn, Freisen und Theley an. Ende Dezember vergangenen Jahres beschäftigte die Stiftung 515 Mitarbeiter im Bereich Altenhilfe, auf Vollzeitstellen umgerechnet sind dies 323 Arbeitsplätze. Fünf weitere kommen dieses Jahr also hinzu.

Defizit bei Jugendhilfe

Insgesamt beschäftigt die Stiftung rund 800 Mitarbeiter in den Arbeitsfeldern Jugendhilfe, Kinderhilfe und Altenhilfe. "Die Altenhilfe steht wirtschaftlich auf einer soliden Basis. Hier gibt es keine Probleme", unterstreicht Bürgermeister Klaus Bouillon. Ebensowenig wie bei der Kinderhilfe.

Probleme gab es allerdings bei der Jugendhilfe. Hier hat die Stiftung im vergangenen Jahr ein Defizit von 385 000 Euro gemacht. Seit 2008 summierte sich die Finanzlücke auf 1,5 Millionen Euro. Wegen dieser dramatischen Finanzlage, in einem Schreiben an die Mitarbeiter vergangenes Jahr war gar von drohender Insolvenz die Rede, kürzte die Stiftung das Weihnachtsgeld 2013 um 50 Prozent, sparte so 300 000 Euro ein. Betroffen waren 600 Mitarbeiter.

Mit einem Maßnahmenpaket hat die Stiftung auf die Schieflage reagiert, unter anderem wurden Stellen bei der Projekt- und Bereichsleitung der Jugendhilfe eingespart. Kuratoriumsvorsitzender Klaus Bouillon geht deshalb davon aus, dass die Stiftung dieses Jahr wieder schwarze Zahlen schreibt und auch das Weihnachtsgeld 2014 auszahlen kann. Bei planmäßigem Verlauf könne man auch einen Teil des einbehaltenen Weihnachtsgeldes 2013 zurückzahlen.

Die Altenhilfe ist eine tragende Säule der Stiftung. In den Ausbau von Plätzen und neue Angebote hat die Stiftung allein seit 2007 etwa 13 Millionen Euro investiert. In den Jahren zuvor waren es weitere Millionen Euro. So öffnete zum Beispiel 1999 das Altenhilfezentrum St. Remigius in Freisen, seit 2000 gibt es das betreute Wohnen in der Marienstraße in St. Wendel. 2001 folgte das neue Altenhilfezentrum St. Wendel als Bundesmodellprojekt zur Versorgung demenzkranker Menschen. 2005 wurde das Altenhilfezentrum St. Laurentius in Namborn eröffnet, 2008 der Erweiterungsbau in Freisen eingeweiht. 2012 wurde das Seniorenhaus in Theley bezogen.

Insgesamt bietet die Stiftung für die stationäre Unterbringung 316 Plätze an, für die Kurzzeitpflege 27, die Tagespflege 38, den Demenzbereich 23, die Intensivpflege 21, in ambulanten Wohngemeinschaften 38. Dazu kommen der ambulante Pflegedienst und der fahrbare Mittagstisch, den derzeit 200 Kunden nutzen.

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