Starke Aufholjagd von Carrie Schreiner

Völklingen · Mit einer starken kämpferischen Leistung hat sich Carrie Schreiner aus Völklingen beim Kart Masters in Ampfing präsentiert. Und das, obwohl sie auf einem Regenkart des Veranstalters an den Start gehen musste.

 Carrie Schreiner machte beim Rennen in Ampfing aus den Gegebenheiten das Beste und holte sich die Plätze acht und sechs. Foto: SZ/Fulko

Carrie Schreiner machte beim Rennen in Ampfing aus den Gegebenheiten das Beste und holte sich die Plätze acht und sechs. Foto: SZ/Fulko

Foto: SZ/Fulko

Im bayrischen Ampfing fand am vergangenen Wochenende die zweite Veranstaltung Deutschlands größter Kartserie statt, des ADAC Kart Masters. Nach ihrer guten Leistung bei der internationalen Deutschen Kartmeisterschaft (DKM) vor einigen Wochen an gleicher Stelle, gehörte KF3-Pilotin Carrie Schreiner aus Völklingen zum Favoritenkreis. In der Qualifikation lag sie lange auf der zweiten Position. Im letzten Drittel, wo gewöhnlich die schnellsten Zeiten gefahren werden, lief sie aber auf eine langsamere Gruppe auf, konnte sich dadurch nicht mehr verbessern und musste sich mit Platz sechs zufrieden geben.

Von der sechsten Position aus startete Schreiner in die beiden Vorläufe, wo sie das Rennglück endgültig verließ. In beiden Läufen wurde sie, jeweils an vierter Stelle liegend, Opfer einer Kollision. Im ersten Lauf reichte es nur für Platz 17, während sie im zweiten Vorlauf mit einem zerstörten Kart das Rennen vorzeitig beenden musste. Der Rahmen war irreparabel gerissen, und Schreiner musste, mit Genehmigung des Veranstalters, auf das Regenkart umsteigen, mit dem sie auf trockener Piste noch keine Erfahrungen gemacht hatte.

Mechaniker Andreas Niedermeier versuchte, die Abstimmung noch einigermaßen anzupassen. Im "Warm-up" lag das neue Kart noch sehr unruhig auf dem Asphalt. Zum ersten Rennen bekam Niedermeier die Lage jedoch immer mehr unter Kontrolle. Carrie Schreiner zeigte, dass sie einiges drauf hat. Sie pflügte von Startplatz 23 gestartet durch das Feld und erreichte nach vielen cleveren Überholmanövern den achten Platz. Im zweiten Rennen ging es sogar noch zwei Plätze weiter nach vorne. "Wäre mein Chassis nicht gerissen, wäre es in den Rennen wohl noch weiter nach vorne gegangen. Unter den gegebenen Umständen bin ich aber zufrieden", erklärte die 15-Jährige. In der Meisterschaft der höchsten Juniorenklasse liegt Carrie Schreiner auf Platz fünf.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort