Sportler kommen zu Wort

Diskussions-Runden gibt es im Fernsehen auf jedem Programm. In Neunkirchen haben Sie zusammen mit Herbert Schäfer vor zwei Jahren diese Abende ins Leben gerufen. Warum?Brill: Die Idee einer lokalen Gesprächsrunde spukte schon einige Jahre in meinem Kopf herum. Sie geht auf meine Darmstädter Studienzeit zurück, wo zwei Hochschulprofessoren etwas ganz Ähnliches veranstalteten

Diskussions-Runden gibt es im Fernsehen auf jedem Programm. In Neunkirchen haben Sie zusammen mit Herbert Schäfer vor zwei Jahren diese Abende ins Leben gerufen. Warum?Brill: Die Idee einer lokalen Gesprächsrunde spukte schon einige Jahre in meinem Kopf herum. Sie geht auf meine Darmstädter Studienzeit zurück, wo zwei Hochschulprofessoren etwas ganz Ähnliches veranstalteten. Den Ausschlag gab dann aber die Ermutigung durch einen Freund, der bei Radio Bremen arbeitet. Klar, im Fernsehen gibt's das massenhaft, aber in der Regel hat das mit Neunkirchen und Umgebung nicht viel zu tun. Unsere Absicht ist es, den Blick der Leute auf das zu lenken, was sozusagen vor ihrer Haustür liegt.Wieso so lange Zeit zwischen den einzelnen Abenden?Brill: Das lag schlichtweg an unseren Zeitplänen. Herbert Schäfer und ich sind in den Theatervereinen Schaubühne beziehungsweise Kulisse aktiv und waren dann auch beruflich stark eingespannt. Aus diesem Grund werde ich das Stadtgespräch am Donnerstag auch zusammen mit Bettina Mick, Herberts Frau, moderieren. Er selbst ist derzeit an der Stanford-Universität in Kalifornien tätig. Die zwei Jahre Abstand zur ersten Runde waren nicht beabsichtigt, in Zukunft - ich gelobe Besserung - soll es ein- bis zweimal im Jahr ein Neunkircher Stadtgespräch geben.Die Themen sind ja ganz unterschiedlich - dieses Mal reden die Künstler mit Sportlern über Sport. Wie läuft die Vorbereitung, wer entscheidet über das Thema?Brill: Über das Thema entscheiden die Moderatoren, also Bettina Mick und ich. Ideen gibt's viele, und die orientieren sich an allem, was uns interessant erscheint und hoffentlich auch ein paar Zuhörer anlockt. Die Vorbereitung besteht in der Auswahl geeigneter Gesprächspartner, einigen Kennenlerntreffen und seitens der Neunkircher Kulturgesellschaft im Schaffen der Rahmenbedingungen wie Werbung, Reithalle vorbereiten, Mikrofone bereitstellen und so weiter.Die Gäste sind ja - für Neunkircher Verhältnisse - hochkarätig und sowohl altersmäßig als auch durch die Sportarten gestreut.Brill: Durchaus! Sebastian Jung, der Querfeldeinradfahren oder international Cyclcross betreibt, ist gerade mal 22. Die Sprinterin Shanta Ghosh und der Jiu-Jitsu-Landestrainer Armin Wagner liegen altersmäßig im Mittelfeld. Jürgen Kelm feierte kürzlich seinen 72. Geburtstag und ist nach wie vor aktiver und erfolgreicher Fechter. Was deren Hochkarätigkeit betrifft: Gute Leute gibt's eben auch bei uns. Nur manchmal vergisst man das. Da wollen wir gegensteuern!Kurz und knapp: Was erwartet die Neunkircher am Donnerstag?Brill: Wenn's kurz sein soll, würde ich ja sagen gute Unterhaltung, aber das wäre erstens Eigenlob und muss zweitens von anderen, nämlich unserem Publikum, beurteilt werden. Etwas länger formuliert: sympathische, interessante Gäste zum Thema Spitzen- und Breitensport aus Neunkirchen und eine kleine Überraschung am Schluss. Und wie geht's weiter? Brill: Hoffentlich regelmäßig mit interessanten Leuten und interessanten Themen.

Auf einen Blick"Neunkircher Stadtgespräch", Thema "Sportliches Neunkirchen" am Donnerstag, 20. November, 20 Uhr, in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen, Eintritt fünf Euro, Karten an der Abendkasse. Gäste: Shanta Ghosh, Jürgen Kelm, Sebastian Jung und Armin Wagner. ji