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Sorgenkind ist das Dach der Turnhalle

Sorgenkind ist das Dach der Turnhalle

Es gibt Gebäude in Großrosseln , deren Zustand Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) vor Herausforderungen stellt – etwa die Turnhalle in Karlsbrunn. Ein Glücksfall für die Gemeinde dagegen ist der Bau des neuen Kindergartens in Dorf im Warndt.

Der Großrosseler Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) macht sich Sorgen um den Zustand einiger gemeindlicher Gebäude. Beim Besuch unserer Redaktion in Völklingen nannte er an erster Stelle die Turnhalle in Karlsbrunn. Der Weiterbestand dieser in den 1930er Jahren gebauten Halle sei in Frage gestellt, wenn auch akute Gefahr gebannt sei. Wie der Verwaltungschef erläuterte, sei der Dachstuhl nach neuesten Berechnungen statisch instabil, vermutlich nicht erst seit heute, sondern von Anbeginn an. Es gehe nun darum, den bestehenden Dachstuhl ohne Umbauten zu stabilisieren, etwa durch das Einziehen weiterer Balken. Der Bürgermeister schloss nicht aus, dass das Gebäude nach starken Schneefällen vorübergehend geschlossen wird, weil man befürchtet, dass das Dach der Last nicht gewachsen ist. Das milde Wetter verhinderte solch eine Maßnahme bislang.

Ungewiss ist nach Worten von Jörg Dreistadt die Zukunft des ehemaligen Kindergartengebäudes in Naßweiler. Ein Verkauf sei mit dem Risiko verbunden, dass man sich Spielhallen oder ähnliches Gewerbe in den Ort hole, das dort nicht erwünscht sei. Der Gemeinderat sei hier gefordert, eine kluge Entscheidung zu treffen.

Optik, Verkehrsgeschehen und auch die Einhaltung von Gewerberichtlinien (Öffnungszeiten an Sonntagen!) an der grenznahen Ortslage Bremerhof sind nach Einschätzung des Bürgermeisters auch ein Kümmern wert. Zumal Naßweiler nach Bergbauende wieder ein Dorf ist, das wächst. Im neuen Baugebiet "Hirtengraben" sollen schon in diesem Jahr die ersten von zehn bis zwölf Eigenheimen hochgezogen werden. Die Nachfrage nach den Parzellen sei sehr gut, ganz ohne Werbung, freut sich Dreistadt.

Erfreuliches berichtet der Bürgermeister auch aus Dorf im Warndt. In diesen Tagen werde die Bodenplatte des künftigen Kindergartens betoniert, bereits im Februar könnten die ersten Wände aufgestellt werden. Bis Jahresende soll das 3,4 Millionen Euro teure Projekt bezogen werden können. Hier ist dann Platz für 120 Kinder in sieben Gruppen.