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So soll das Bahnhofsumfeld mal aussehen

So soll das Bahnhofsumfeld mal aussehen

Während einer Versammlung erfuhren 43 Türkismühler Bürger wie das Bahnhofsumfeld Ende 2016 aussehen wird. Der Nohfelder Bürgermeister Andreas Veit und Planer Manfred Leibfried stellten im Pfarrsaal das Projekt vor. Fünf Millionen Euro lässt sich das Land die groß angelegte Baumaßnahme kosten.

Bekanntlich ist die Ortsmitte von Türkismühle ein sogenannter Verkehrsverknüpfungspunkt. 4870 Fahrzeuge, darunter 355 Lastkraftwagen, rollen innerhalb von 24 Stunden durch den Ort. 65 Omnibusse fahren zum Bahnhof, dort kommen 75 Züge am Tag an und fahren wieder ab. Über 1000 Ein- und Aussteiger zählt die Deutsche Bahn (DB).

Im vergangenen Jahr hat die DB die Gleisanlagen neu gestaltet, die Bahnsteige sind angehoben worden, sodass nun ein barrierefreier Zugang möglich ist. "Das Bahnhofsumfeld entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Verknüpfungspunkt", sagt Manfred Leibfried, Geschäftsführer des Eppelborner Ingenieurbüros Leibfried. Bis Ende 2016 wird nun eine Baumaßnahme umgesetzt, die den Bahnhof äußerlich und in seiner Qualität als Verkehrssituation für die nächsten Jahrzehnte prägen wird. Davon geht der Nohfelder Bürgermeister Andreas Veit (CDU ) aus.

Gemeinde als Bauherr

Im Türkismühler Pfarrheim haben der Rathauschef und Planer Leibfried während einer Bürgerversammlung die Planungen des Fünf-Millionen-Projekts offengelegt. Zunächst blickt Veit kurz zurück: "Die Gemeinde hat die Bahnhofsfläche von der Bahn gekauft", erklärt er. Mittlerweile sei das Bahnhofsgebäude an einen Türkismühler Bürger weiter verkauft worden. Die Projektkosten werden zu 100 Prozent vom Land übernommen, die Gemeinde Nohfelden tritt als Bauherr auf. Mitte des Jahres soll mit den Arbeiten begonnen werden.

"Im Bereich des jetzigen Parkplatzes wird ein zentraler Omnibusbahnhof angelegt, der eine direkte Verbindung zu den Bahnsteigen ermöglichen wird", so Leibfried. Der jetzige Parkplatz wird auf die andere Seite des Empfangsgebäudes verlegt, wo dann 190 Stellplätze entstehen. Um die schwierige Verkehrssituation bei der Zu- und Ausfahrt des Bahnhofsareals zu verbessern, wird eine zweite Brücke im Bereich Trierer-/Saarbrückerstraße über die Nahe gebaut. "An dieser Stelle haben wir ein privates Anwesen erworben, das in diesem Sommer abgerissen wird", ergänzt der Verwaltungschef.

Im der jetzigen Kreuzung Saarbrücker-/Trierer Straße wird ein neuer Kreisel gebaut, der wie Veit meint, "zur städtebaulichen Aufwertung der Ortsmitte und zu einer Verkehrsberuhigung in der Durchfahrtstraße beitragen wird". Während der Bauzeit des Kreisels werde die Straße halbseitig gesperrt. "Die neue Brücke ist später für den Busverkehr bestimmt, über die alte Brücke fahren die Pkw", teilt Leibfried mit. Die Arbeiten sollen Ende 2016 abgeschlossen sein.

Zum Thema:

Auf einen Blick Umgestaltung des Bahnhofsareals in Türkismühle : Das Projekt: Errichtung eines Park-and-Ride-Parkplatzes mit 190 Stellplätzen, Bau eines Busbahnhofs, weitergehende Separation von ÖPNV und Individualverkehr, Anbindung des ÖPNV-Verknüpfungspunktes an die Landesstraße (L) 135, Errichtung eines Kreisverkehrs L 135/L 330 im Bereich Trierer-/Saarbrücker/ Trierer Straße, Verbesserung der Einmündung L 135 (Saarbrücker Straße). Einzelheiten: Der Kreisverkehr erhält einen Durchmesser von 35 Metern, an den vier Zufahrten entstehen Fußgängerüberwege. Beim Bau des Busbahnhofs entstehen sieben neue Haltestellen, davon zwei für Omnibusse mit einer Länge von zwölf Metern. Statt der bislang 120 weist der neue Park-and-Ride-Parkplatz zwischen Bahnsteig und Nahe 190 Stellplätze auf und ist bei Bedarf noch erweiterbar. Darunter sind sechs behindertengerechte Parkplätze , drei Stellplätze für Taxen, zwei für Elektrofahrzeuge, 28 Stellplätze für Fahrräder und Fahrradboxen für E-Bikes. Zudem wird eine Grünanlage geschaffen. Mit dem Projekt soll Mitte 2015 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.Die Kosten der Baumaßnahme inklusive des Ankaufs der Grundstückfläche belaufen sich auf fünf Millionen Euro, die zu 100 Prozent vom Land übernommen werden. Bauherr ist die Gemeinde Nohfelden, die als Eigenanteil die Honorarkosten (stehen noch nicht endgültig fest) tragen muss. frf