So sehen die Ortsräte in der Gemeinde Nohfelden künftig aus.

Nach der Wahl : Schwarzes Türkismühle und rotes Sötern

(him) Selbach auf der einen und Sötern auf der anderen Seite – das sind die Ausreißer nach der Kommunalwahl in der Gemeinde Nohfelden. Und dann ist da noch Mosberg-Richweiler, das ebenfalls eine Besonderheit zu bieten hat.

Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU) freut sich bei der Analyse nach der Wahl vor allem über Selbach: „Dort haben wir auf hohem Niveau sogar noch einen Sitz dazu gewonnen.“ Die CDU erreichte mit 430 Stimmen 81,9 Prozent. Das reicht für acht der neun Sitze im Ortsrat. Einen Sitz ergattert die SPD, die auf 18,1 Prozent (95 Stimmen) der Stimmen kam.

Aus SPD-Sicht ist das Ergebnis in Sötern erfreulich, sagt Christian Barth, der bei der Bürgermeisterwahl gegen Veit angetreten war. Barths Heimatdorf war der einzige Ort in der Gemeinde, wo er mehr Stimmen bekam als der Amtsinhaber. Aber auch im Ortsrat läuft es für die SPD: 67,9 Prozent bedeuten sieben Sitze im Rat. Zwei fallen an die CDU (24,9 Prozent).

Negativ für die CDU in der Gemeinde Nohfelden ist die Situation in Mosberg-Richweiler, betont Veit. Denn dort hat die Freie Liste aus dem Stand fünf Sitze geholt. 50,6 Prozent der Wähler stimmten für die FLMoRi – absolute Mehrheit. Die CDU kam auf 31,3 Prozent und damit drei Sitze. Die SPD hat künftig mit 18,0 Prozent einen Sitz im Ortsrat. „Ich gehe davon aus, dass hier auch die Freie Liste den Ortsvorsteher stellen wird“, sagte Veit.

In den meisten Orten teilen CDU und SPD die Sitze im Ortsrat unter sich auf. So kommt die SPD in Bosen-Eckelhausen auf fünf, die CDU auf vier Sitze. In Eisen steht es sechs zu drei für die SPD. Umgekehrt ist die Situation in Eiweiler. Dort hat die CDU sechs, die SPD drei Sitze. In Gonnesweiler ist es etwas knapper: Die CDU verfügt über fünf, die SPD über vier Sitze. Genau umgekehrt ist die Sitzverteilung in Nohfelden. Und in Wolfersweiler kommt die SPD auf sechs, die CDU auf drei Sitze. In Neunkirchen/Nahe kann die UBNN zumindest einen Sitz für sich verbuchen. Die CDU kommt auf sechs, die SPD auf zwei Sitze. Und in Walhausen hat die Freie Liste vier Sitze im Ortsrat, die CDU fünf. In Türkismühle stellten lediglich die Christdemokraten eine Liste. Mit dem „ordentlichen Gesamtergebnis“ ist auch Barth zufrieden: „Alle Ortsvorsteher haben ihre Mehrheit verteidigt.“