So lief die Laurentiuskirmes in Wolfersweiler

Laurentiuskirmes : Hasslocher Superman verteidigt Titel

Bei der Laurentiuskirmes gingen 102 Teilnehmer beim Fahrrad-Biathlon an den Start. Insgesamt verzeichnete der Veranstalter gestiegene Besucherzahlen.

Der 1000-Einwohnerort Wolfersweiler feiert noch bis zum heutigen Abend seine Laurentiuskirmes, ein fünftägiges Volksfest. „Trotz steigender Kosten und steigenden Aufwands sind wir willig, dieses Traditionsfest aufrecht zu halten“, kündigte Matthias Lehmann, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft an. Die Laurentiuskirmes, so Lehmann, sei der kulturelle Höhepunkt für das Dorf und die gesamte Region. Bei der aktuellen Ausgabe hat Lehmann steigende Besucherzahlen registriert. Beim Auftritt der Rock’n’Roll-Band The Gambles und der Volbeat-Coverformation am Freitag war das Festzelt jeweils gut gefüllt. Laut Lehmann haben 1000 Gäste – so viele Menschen wie Wolfersweiler an Einwohnern zählt – am Samstag mit der Partyband Krachleder eine große Fete gefeiert. „Von den Besucherzahlen war das an beiden Abenden in Ordnung“, meinte Lehmann zufrieden.

Das sonntägliche Mittagessen im Zelt, musikalisch begleitet vom Musikverein Hirstein, bot den Kirmesgästen zusätzlich eine besondere Show. Am Schießstand des Schützenvereins Eitzweiler legten Radfahrer die Lasergewehre an und zielten auf die Scheiben. 102 Teilnehmer gingen beim fünften Fahrrad-Biathlon an den Start. Die Radstrecke war 3,3 Kilometer lang, anschließend rannten die Sportler durch das Zelt an den Schießstand. Der zuvor strampelnde Biathlet hatte pro Runde fünf Schuss und wenn er dabei eine Fahrkarte schoss, musste er eine Strafzeit von 30 Sekunden absitzen.

Die Höllenbubis aus Freisen, allesamt 15 Jahre alt, stemmten im Wettbewerb Viererteam den Pokal. Zudem gab es im zweiten Jahr eine inoffizielle Weltmeisterschaft für die Klapprad-Piloten. „Ohne Schnurbart gibt es keine Startgenehmigung“, kannte Eckhard Helymann vom Organisationsteam keine Gnade. Bei Nichtbeachten des strengen Reglements musste der Pilot mit einer drastigen Strafe rechnen. Beim Klapprad-Sport geht es auch darum, den Geist der 1970-er- und 1980er-Jahre zu versprühen und dementsprechend gekleidet in die Pedale zu treten.

Der Hasslocher Superman Ralf Kien hat seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen können. In 17 Minuten raste Kien über die Strecke und traf am Schießstand bei neun von zehn Versuchen. Dritter wurde Klappie Stewart alias Thomas Dausend von der 20-Zoll-Bagage aus Freisen. Den Preis für das originellste Kostüm bekam Jörn Herz, der mit seiner Wacken-Kutte im Sattel gesessen hat.

Auch der Nachwuchs war beim Fahrrad-Biathlon am Start. Foto: Frank Faber
Kurz nach 9 Uhr bummelten die Besucher entlang der Stände des Laurentiusmarktes. Foto: Frank Faber

Am Montag bauten mehr als 100 Händler und Aussteller ihre Stände beim traditionellen Laurentiusmarkt in der Römerstraße auf. Zum kommunalen Frühschoppen spielten die Böhmischen 6 auf, anschließend übernahm die Band Frühschicht, später Die Konsorten.

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