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Sinatra-Klassiker begeisterten in der Landesakademie

Sinatra-Klassiker begeisterten in der Landesakademie

. Was Helmut Eisel und das Sebastian-Voltz-Trio am vergangenen Freitagabend in der Landesakademie Ottweiler ihrem Publikum präsentierten, war ein Konzert der Sonderklasse.

"Wir spielen heute ein ganz anderes Programm. Wir beschäftigen uns mit Frank Sinatra", sagte Eisel zu Beginn.

Dem Weltstar mit den blauen Augen und der unverkennbaren Stimme, der nicht nur eine steile Karriere machte, sondern auch einige Abstürze hinnehmen musste, war der Abend gewidmet. "New York, New York" und "Strangers in the Night" standen auf dem Programm ebenso wie die unvergessene Sinatra-Interpretation von "My Way".

In gewohnt lockerer Manier erzählte Eisel, wie wenig begeistert Sinatra war, diesen Titel zu singen, geht es doch darin um einen Mann, der, bevor der letzte Vorhang fällt, auf sein Leben zurückschaut. Und doch sang er diesen Titel, der zu einer Art Markenzeichen wurde, bis zu seinem Tod über 1000 Mal. Aber man kann darauf wetten, dass Sinatra diese Instrumentalversion gefallen hätte.

Perfekt miteinander kommunizierende Instrumente, Musiker, die ganz offensichtlich Spaß haben an dem, was sie tun, und ein begeistertes Publikum, das jedes Solo mit Zwischenapplaus belohnt - dem hätte sich auch Frankieboy sicherlich nicht entziehen können. Wohl auch nicht den eingestreuten Eigenkompositionen von Eisel und Voltz, die die Welten von Swing und Klezmer miteinander verbanden.

Es war diese Mischung aus bekannten Melodien, einer genialen Klarinette, einer Top-Besetzung an Klavier, Bass und Schlagzeug, und kleinen Geschichten, humorvoll erzählt, die diesen Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis werden ließen. Unterhaltung pur, das hätte Sinatra gefallen. Ganz sicher.