Sein Patenonkel ist der Bundespräsident

Sein Patenonkel ist der Bundespräsident

Silas, sieben Monate alt, ist das das neunte Kind von Joachim und Michaela Kroke aus Wehingen. Der Inhaber des höchsten Amtes der BRD, Joachim Gauck, ist jetzt sein Patenonkel.

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Ehrenpatenschaft für den kleinen Silas übernommen, das neunte Kind von Joachim und Michaela Kroke aus Wehingen. Bürgermeister Carsten Wiemann übergab zusammen mit dem stellvertretenden Ortsvorsteher von Wehingen, Walter Schaaf, die Urkunde an die Familie. Fotos: Ruppenthal.

Einen prominenten Paten hat der kleine Silas Kroke aus Wehingen bekommen: Joachim Gauck. Der deutsche Bundespräsident hat die Ehrenpatenschaft für den sieben Monate alten jungen Mann übernommen, denn der kleine Wonneproppen ist das neunte Kind in der Großfamilie von Joachim und Michaela Kroke. Dass der Alltag für eine solch große Familie nicht immer leicht zu bewältigen ist, zeigte allein schon der Übergabetermin der Ehrenurkunde des Bundespräsidenten im Mettlacher Rathaus.

Scheck vom Bundespräsidenten Zwei Autos waren notwendig, damit die ganze Familie mit Joachim und Michaela Kroke mit ihren Kindern Rebecca, Jonas, Colin-Davis, Dorothee, Lucas, Nancy, Lewis, Sophie und eben Silas der kleinen Feierstunde bei Bürgermeister Carsten Wiemann beiwohnen konnten. Der Mettlacher Verwaltungschef konnte der sympathischen Großfamilie neben der Urkunde zudem ein Bild und einen kleinen Scheck des Bundespräsidenten übergeben. Mit von der Partie war auch der stellvertretende Ortsvorsteher von Wehingen, Walter Schaaf.

Im Verlauf des Gesprächs erfuhr dann Bürgermeister Carsten Wiemann, selbst Vater von drei Kindern, dass die Alltagsabläufe in einer derartigen Großfamilie keineswegs immer einfach zu organisieren sind. Mit Verwunderung musste der Bürgermeister hören, dass die deutsche und die luxemburgische Verwaltung - Joachim Kroke arbeitet als Grenzgänger im benachbarten Luxemburg - mit solchen Großfamilienstrukturen anscheinend überfordert sind, denn bis auf den heutigen Tag stehen die Kindergeldzahlungen für den sieben Monate alten Silas aus. Aber nicht genug damit: Fünfmonatige Rückstande in Sachen Kindergeld für den restlichen Nachwuchs belasten das finanzielle Budget der Großfamilie erheblich. Alle Reklamationen seien bislang kläglich in telefonischen Warteschleifen und bei anonymen Telefonautomaten innerhalb der Verwaltung verhungert. Jetzt will Bürgermeister Wiemann den Bundespräsidenten in einem Brief auf diesen Missstand hinweisen und ihn bei der Bewältigung dieser Problematik um Hilfe bitten.

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