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Schwerpunkt auf Sanierung des Mauerwerks

Schwerpunkt auf Sanierung des Mauerwerks

Die Beschilderung für die Klosterruine ist in Auftrag gegeben, Geld ist eingestellt, teilte Denkmalpfleger Michael Emser dem Wörschweiler Ortsrat mit. Gesprochen wurde in dem Gremium auch über die Ende April auslaufende Bürgerarbeit.

Die Restaurationsarbeiten an der Klosterruine Wörschweiler werden in diesem Jahr weitergeführt. Was genau alles auf dem Klosterberg geplant ist, erläuterte Michael Emser von der Denkmalpflege der Stadt Homburg in der jüngsten Ortsratssitzung am Mittwochabend anhand des Grundrisses, der den Restaurierungsarbeiten zu Grunde liegt.

Für den vierten Bauabschnitt seien im vergangenen Jahr 120 000 Euro im Haushalt eingestellt worden, von denen 65 000 Euro bereits verbaut seien. Die restlichen 55 000 Euro seien in diesem Jahr vor allem für die Mauerwerk-Sanierung vorgesehen, so Emser. So sollen die Arbeiten im Refektorium weitergehen, um dann in den Küchenbereich vorzustoßen. Wie Emser betonte, seien die Treppenstufen in dem Fünfeck noch im Original im Boden. Am besten wäre es jedoch, die Befunde dort zu lassen, bis Geld zum Restaurieren da sei, meinte Emser.

Am Herzen liege ihm die Konservierung der im Westen der Klosteranlage liegenden Mauerkronen vom Küchenkeller bis hin zur Vorhalle, die ins Programm 2014 aufgenommen sei. Diskutiert wurde im Ortsrat auch die Ende April auslaufende Bürgerarbeit, von denen annähernd 40 Personen der Aquis in Homburg betroffen sind, die unter anderem für Arbeiten an der Klosterruine und auf dem Schlossberg eingesetzt werden. Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger zeigte sich jedoch optimistisch, dass die Arbeiten an der Klosterruine weitergehen, wenn auch vielleicht in abgespeckter Form. In Auftrag gegeben worden sei auch die für den Klosterberg vorgesehene Beschilderung, teilte Michael Emser mit: "Geld dafür ist eingestellt".

Ein weiterer Punkt der Ortsratssitzung war die von der Bauaufsicht der Homburger Stadtverwaltung im Oktober vergangenen Jahres wegen Einsturzgefahr veranlasste Absperrmaßnahme am Klosterhaus. "Momentan gibt es immer noch ein Betretungsverbot", betonte Bauamtsleiter Michael Banowitz. Er begründete in der Sitzung noch einmal die Sperrung des Gebäudes wegen der Standsicherheitsbedenken und wies auf die laufende Überprüfung hin. Erst dann könne ein Sanierungskonzept erstellt werden, so Banowitz. Er gehe davon aus, dass schon in der nächsten Ortsratssitzung eine Schadensmeldung vorgestellt werden könne. Ziel der Verwaltung sei es, das Nerotherhaus "standsicher zu machen und auch künftig zu nutzen". Doch zuerst einmal müsse man die Schadensaufnahme abwarten, um dann Gelder zur Verfügung zu stellen, so Banowitz.

Ortsvorsteher Nesselberger wies auf mittlerweile aufgetretene grüne Flecken an der Außenwand und braune Flecke im Innern des Hauses hin. Zudem kritisierte er den durch schweres Gerät bei Holzrückmaßnahmen "stark ramponierten" Weg, der ab der Klosterruine in Richtung Sieben Fichten führt.