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Schüler erkunden die Welt der Tontechnik

Schüler erkunden die Welt der Tontechnik

Neunkirchen. Drückende Bässe und verzerrte Gitarren ertönen laut aus der Aula der Ganztagsgesamtschule Neunkirchen. Hier erklärt der Marburger Toningenieur und Inhaber der Firma Busker-Music den Schülerinnen und Schüler die faszinierende Welt der Tontechnik. "Es macht unheimlich viel Freude und Spaß, mit interessierten Jugendlichen zu arbeiten", hebt Walter G. Hauschild hervor

Neunkirchen. Drückende Bässe und verzerrte Gitarren ertönen laut aus der Aula der Ganztagsgesamtschule Neunkirchen. Hier erklärt der Marburger Toningenieur und Inhaber der Firma Busker-Music den Schülerinnen und Schüler die faszinierende Welt der Tontechnik. "Es macht unheimlich viel Freude und Spaß, mit interessierten Jugendlichen zu arbeiten", hebt Walter G. Hauschild hervor.Philipp (18) hat eine eigene Band. "Da ist es wichtig, sich gut in der Technik auszukennen", erzählt er. Ihm kommt der Workshop, den die Gesamtschule anbietet, gerade recht. Die Grundkenntnisse der Tontechnik kennt er zu genüge, dennoch lernt er in dem sechsstündigen Tontechnikerkurs viel Neues. "Auch ein Musiker sollte wissen, auf was ein Tontechniker achten muss", ist auch Felix (16) überzeugt. Er spielt Klavier in der Schulband.

Der Tontechniker-Workshop unter dem Titel "Hands on!" kam auf Initiative des Musiklehrers Tobias Lyding zustande, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule weiter.

Viele Schüler hatten an dem freiwilligen Angebot großes Interesse. Unter den 17 Schülern und Schülerinnen waren vor allem Mitglieder der Schulband und Hobbymusiker, die von dem Experten praxisnahe Tipps erhielten. Mitgebracht hatte Hauschild Mischpulte, Acht-Spur-HD-Recorder, Multieffektgeräte, Mikrofone, Kopfhörer und ebenfalls zum Equipment gehörend eine Aktiv-Anlage, mit der die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit gemeinsam überprüfen konnten.

Auf der Vorderseite der fünf Racks, die von den Schülern und Schülerinnen zuvor aufgebaut wurden, glänzten jede Menge Knöpfe, Drehschalter und Leuchtdioden. Auf der Rückseite herrschte ein Gewirr von Strippen und Kabeln. Ziel der Fortbildung: ein guter Ton.

In fünf Gruppen machten sich die Schüler ans Werk, um einen radiotauglichen Mix aus einer Gitarrenspur, einer Gesangsspur, einer Drumspur und einer Pianospur zusammenzustellen. "Seid kritisch mit den Instrumenten und Effekten - das Klangbild muss ausgewogen sein", forderte der erfahrene Fachmann. Wichtig ist ihm darüber hinaus, den Schülern begreiflich zu machen, dass Musik nicht immer Spaß machen kann. "Glaubt mir - ich stehe draußen im richtigen Leben - da zählen in der Tontechnik nur gutes Handwerk, Disziplin, Respekt und gute Kommunikation." red