Schon im Praktikum konnte er durch seinen Einsatz überzeugen

Schon im Praktikum konnte er durch seinen Einsatz überzeugen

Welche Möglichkeiten der Ausbildung gibt es in unserer Region? Dieser Frage geht die SZ in loser Serienfolge nach. Heute stellen wir einen jungen Mann vor, der Auszubildender bei der Vereinigten Volksbank in Sulzbach ist. Und seinen Traumberuf gefunden hat.

Der hoch gewachsene Eric Spangenberger steht im eleganten Anzug im Eingangsbereich der Vereinigten Volksbank (VVB) in Sulzbach. Einsatz zeigt der 21-Jährige nicht nur bei der Beratung in Finanzfragen am Schalter. Sondern auch dann, wenn es gilt, Kindern eine Freude zu machen. So betreute er im vergangen Jahr in Beckingen - als Osterhase verkleidet - einen ganzen Tag lang Kinder beim Basteln, Schokoladeneier suchen und Hasen malen.

Im Januar 2013 schlossen sich die Volksbank Dillingen und die Vereinigte Volksbank im Regionalverband Saarbrücken zusammen. Und nun pendelt Spangenberger von seinem Wohnort in Dillingen-Diefflen jeden Tag mit dem Auto nach Sulzbach.

Der 21-Jährige ist im dritten Lehrjahr und lernt aktuell die Aufgaben eines Beraters in der Baufinanzierung kennen. Dort sei im Moment viel zu tun, erzählt Spangenberger: "Die Leute nutzen die niedrigen Zinsen." Noch sei er nur als Zuhörer in den Kundengesprächen dabei - doch er habe konkrete Ziele. Er übe sich darin, später mal eigenständige Kundengespräche führen zu können. Während er erzählt, redet Spangenberger in einem ruhigen und angenehm klingenden Hochdeutsch.

Einige Stationen durchlaufen

Bisher hat er schon einige Stationen in der Bank durchlaufen. Ein Jahr stand er am Schalter und hatte direkten Kundenkontakt, zuerst bei sich zuhause in Dillingen und dann das zweite halbe Jahr in Beckingen. Auch das Privatkreditgeschäft mit der heute oft von Bankkunden gewünschten Finanzierung von Autos oder elektronischen Geräten habe er als Auszubildender bereits kennengelernt.

In der elften Klasse am Kaufmännischen Bildungszentrum (KBBZ) in Dillingen machte er ein Praktikum bei der Volksbank - parallel zum Unterricht. Bei diesem Praktikum konnte er Kollegen und Chefs mit seinem Einsatz überzeugen. So sei es für ihn am Ende der zwölften Klasse als Ziel klar gewesen, dort einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Eine einzige Bewerbung genügte, und der Schüler hatte zusammen mit seinem Fachabitur auch schon seinen Traumarbeitsplatz.

Von der Ausbildung bei der VVB ist Spangenberger begeistert, die Kollegen würden ihm in der Ausbildung immer weiterhelfen: "Wenn es mal ein Problem gab, dann gab es auch immer jemanden, der weitergeholfen hat."

Neben seiner Ausbildung besucht der junge Mann das KBBZ Friedrich-List-Schule in Saarbrücken. In fünf Blöcken, die jeweils sieben Wochen lang sind, werden ihm dort die wichtigen theoretischen Grundlagen des Bankgeschäfts vermittelt. Im KBBZ stehen unter anderem Rechnungswesen, Bankbetriebslehre, Versicherungslehre, Englisch und Sozialkunde auf dem Stundenplan. Doch dem Auszubildenden ist das manchmal ein wenig zu theoretisch. "Ich gehe lieber arbeiten als in die Schule", erklärt Eric Spangenberger. Im eigenen Haus biete die VVB auch Workshops für ihre Auszubildenden an.

In der Zentrale in Sulzbach arbeiten derzeit zwei Auszubildende, erklärt Corinna Bard, die Ausbildungsleiterin. In der ganzen VVB seien 320 Mitarbeiter beschäftigt. Nach dem bald anstehenden Urlaub werde Eric Spangenberger in das Call-Center mit 17 Mitarbeitern wechseln, um dort den telefonischen Kundenkontakt zu erlernen. Danach werde er das Rechnungswesen, den Zahlungsverkehr und dann zum Abschluss seiner Ausbildung den Geschäftskundenbereich kennenlernen.

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