Schnelles Internet kommt

Saarlouis/Walhausen. Walhausen soll bis 2011 schnelles Internet bekommen. Das jedenfalls plant der Telekommunikationsanbieter Inexio aus Saarlouis. "Wir wollen Gebiete erschließen, die sich für unsere Wettbewerber wie etwa die Telekom oder VSE Net nicht lohnen", sagte Inexio-Vorstand Daniel Zimmer der Saarbrücker Zeitung

Saarlouis/Walhausen. Walhausen soll bis 2011 schnelles Internet bekommen. Das jedenfalls plant der Telekommunikationsanbieter Inexio aus Saarlouis. "Wir wollen Gebiete erschließen, die sich für unsere Wettbewerber wie etwa die Telekom oder VSE Net nicht lohnen", sagte Inexio-Vorstand Daniel Zimmer der Saarbrücker Zeitung. Damit das möglich wird, haben die jungen Unternehmer jetzt den Entsorgungsverband Saar (EVS) mit ins Boot geholt. Um auch kleine Gemeinden und Dörfer zu erreichen, sollen die für die schnelle Internetverbindung benötigten Glasfaserkabel in Abwasserkanälen des EVS verlegt werden. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben die beiden Unternehmen jetzt in Saarlouis unterzeichnet. Ein Antrag auf Zuschüsse vom Land wurde bereits beim Wirtschaftsministerium gestellt. Den Anfang macht der Nohfelder Ortsteil Walhausen. Dort saniert und erweitert der EVS derzeit das Kanalnetz. "Das sind gute Bedingungen für uns, um das Glasfaserkabel zu verlegen", merkt Inexio-Vorstand Thorsten Klein an. Bis Ende April läuft der Kanalbau in der Türkismühler Straße. Sind die Kanalarbeiten beendet, wird das Glasfaserkabel mit Hilfe eines Roboters der Firma Fastopticon durch den Kanal verlegt. Danach folgt der Abschnitt bis in den Dorfkern Walhausens. "Mitte des nächsten Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein", meint EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker. Die Kosten für die Installation des Glasfaserkabels übernimmt der EVS. Geschäftsführer Heribert Gisch rechnet mit Zuschüssen des Wirtschaftsministeriums. Zudem werde der EVS das Kabel an die Inexio vermieten. Damit, rechnet Gisch vor, könnten die Mehrkosten abgedeckt werden: "Vielleicht springt am Ende für uns sogar etwas raus." Ähnliche Vereinbarungen hat Inexio nach Angaben von Vorstand Thorsten Klein bereits in Rheinland-Pfalz geschlossen, etwa mit den Technischen Werken Kaiserslautern. Auch EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit gelingt. Ecker: "Durch das abgestimmte Handeln werden Kosten gesenkt, die Erschließung schneller und nicht zuletzt die Doppelung der Baumaßnahmen verhindert."

HintergrundUm das Glasfaserkabel vor Schutz und Wasser zu schützen zu schützen, werden in den Abwasserkanälen Wellenrohre aus Edelstahl verlegt. Diese Leerrohre werden mit Spannringen aus Edelstahl, so genannten Innenbriden innen an der Decke des Kanals befestigt. Verlegt werden die Ringe von einem Roboter im Abstand von 1,5 bis fünf Metern. Die Edelstahlringe werden mit einem Federpaket unter Dauerspannung gesetzt, so dass sie fest an der Innenwand des Rohres anliegen. An den Ringen sind Clips angebracht, in die Leerrohre vom Verlegeroboter eingerastet werden. Die Leerrohre sind so an der Innenwandung des Abwasserrohres befestigt, ohne dass hierfür die Rohrwand wird. red