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Schauinslandweg macht seinem Namen Ehre

Schauinslandweg macht seinem Namen Ehre

Kreis Neunkirchen. Der Herbst zeigte sich von seiner melancholischen Seite. Zeitweise wischte er mit einem nassen Regentuch über den bunten Flickenteppich auf der Höhe zwischen Oster und Blies. Da sich jedoch wetterfeste Wanderer von keiner Witterung aufhalten lassen, zog am Sonntagmorgen ein gut gelauntes Fußvolk die Ransbach hoch

Kreis Neunkirchen. Der Herbst zeigte sich von seiner melancholischen Seite. Zeitweise wischte er mit einem nassen Regentuch über den bunten Flickenteppich auf der Höhe zwischen Oster und Blies. Da sich jedoch wetterfeste Wanderer von keiner Witterung aufhalten lassen, zog am Sonntagmorgen ein gut gelauntes Fußvolk die Ransbach hoch. Erstmals wurde der in ehrenamtlicher Arbeit von den Hangarder Brunnenfreunden und Dorfentwicklern hergerichtete Premiumwanderweg Schauinsland unter die Wanderstiefel genommen. Bei dem sechsjährigen Marcel Schunk war die Begeisterung über den Sonntagmorgen-Spaziergang so groß, dass er ihn "zwei Mal gelaufen" ist. Die Erwachsenen bestätigten die Versicherung des Sechsjährigen: "Das stimmt, so wie der hin und her gelaaf is." Erste positive Rückmeldungen gab es für den neuen und vierten Premiumwanderweg im Kreis Neunkirchen bereits vor der Hütte des Angelsportvereins "Petri Heil" am Leimersbrunnen. "Ein sehr abwechslungsreicher Weg", versicherten die Dauergäste bei SZ-Wanderungen, Franz und Anni Küß aus Neunkirchen. "Der Schauinsland macht seinem Namen alle Ehre", lobte Peter Bechtel aus Ottweiler. Sein Wanderfreund Wolfgang Schwingel aus Mainzweiler ergänzte: "Hin und wieder muss noch ein bisschen freigeschnitten oder auch ein Handlauf angebracht werden." Ortsvorsteher Rolf Altpeter lobte die gute Arbeit um den Koordinator der Hangarder Dorfentwicklung, Herbert Volz, und die Wegbereiter Valentin Volz, Klaus Bechtel und Dr. Michael Bollen. Herbert Volz freute sich im beheizten Zelt an der Fischerhütte in der Ransbach zum Finale über das "vierblättrige Kleeblatt an Premiumwegen im Kreis". Er rückte die ehrenamtliche Arbeit in den Blickpunkt. In Erinnerungen schwelgte Landrat Rudolf Hinsberger, als er von einer Kreisumwanderung mit SZ-Vertretern vor beinahe dreißig Jahren berichtete. "Damals hatten wir bereits ein gut ausgebautes Wanderwegenetz, das inzwischen aber um ein Vielfaches verbessert wurde", bemerkte er. Sören Meng, Beigeordneter der Stadt Neunkirchen, will den Schauinsland noch abwandern. Er erinnerte an die vielfältige Mithilfe der Anrainer-Gemeinden und die Unterstützung der Stadt Neunkirchen, auch in Person von Amtsleiter Fred Leibenguth. "Mit Kirchturmdenken und ohne ehrenamtliche Helfer sowie den guten Willen der Grundstückseigener" seien Aktionen wie der Premiumwanderweg Schauinsland nicht zu realisieren, unterstrich Valentin Peter aus Hangard. Über 8000 ehrenamtliche Arbeitsstunden seien unter anderem für den Ausbau der Hangarder Wanderwege geleistet worden. Inzwischen wachse die Zahl derer, die mithelfen. Dadurch sei es möglich, die wichtige Wartung der Wanderwege in die Hände von Paten zulegen. "Wir schaffen hier etwas für unsere Kinder - und das schuldenfrei", hob Peter hervor. "Wir schaffen hier etwas für unsere Kinder - und das schuldenfrei."Valentin Peter

Der Wanderweg führt über den Hangarder Bergrücken "Schauinsland". Er ist 10,5 Kilometer lang und führt über ansteigende und abfallende, teils schmale Wald- und Wiesenpfade. Wiesen und Felder lösen Waldstücke und Buschgelände ab. Zwei Weiheranlagen, ein Steinbruch, die malerische Schlucht, das "Kerbacher Loch", zwei Brunnenanlagen und viele Standorte mit Weitblick machen die Strecke kurzweilig.Weitere Infos: Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen, Telefon (0 68 21) 97 29 20, oder unter www.Rosenkreis.de gm