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Sanierung ist „eine Punktlandung“

Sanierung ist „eine Punktlandung“

Lobende Worte fanden die Redner bei der Eröffnung der Kindertagesstätte. Fristen wurden eingehalten, zudem wurde die Sanierung parallel zum laufenden Betrieb gestemmt. Entstanden ist ein modernes Gebäude.

"Wir feiern heut' ein Fest", schmetterten die Jungen und Mädchen von der Kindertagesstätte Griesborn ihren zahlreichen Gästen zur Begrüßung entgegen. Die waren gekommen, um die umfangreiche Erweiterung und Sanierung der Einrichtung in der Jahnstraße in Augenschein zu nehmen, während sich die Kinder vor allem auf die Zaubershow mit Maxime Maurice sowie den Besuch des Eismanns freuten. Doch zuvor galt es, die Reden der geladenen Gäste zu überstehen. Und dass die Kinder sehr genau zuhörten, bewies der Kommentar eines kleinen Jungen, dem auf die Investitionssumme des Landkreises im Bereich der Betreuung von "mehr als sieben Millionen Euro", wie Landrat Patrik Lauer sagte, ein lautes und anerkennendes "Alter" von den Lippen kam.

Finanzierung noch strittig

Viel investiert wurde auch von der Gemeinde Schwalbach für die Kindergärten, wie Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer betonte. "Wir haben als Gemeinde 1,2 Millionen Euro vorfinanziert, vertrauen darauf, dass die zugesagten Fördermittel nun auch fließen", sagte er. Gerade einen Tag vor der Eröffnung hat er Post bekommen, in der noch einige Punkte der Finanzierung strittig sind. "Hier hoffe ich auch auf die Fürsprache von Ministerin Monika Bachmann", sagte Neumeyer. Die Überflutung des Kindergartens in Hülzweiler im Jahr 2008 hatte ganz neue Planungen in der Gemeinde notwendig gemacht, erinnerte er, in einem nächsten Schritt erfolgte der Krippenausbau in Griesborn. "Erste Planungen gab es Anfang 2012, der Planungsauftrag ging im August an das Team um Architekt Simon Kosiol", sagte Neumeyer. Für ihn gab es am Freitag durchweg lobende Worte, "es ist eine Punktlandung sowohl im Bereich der Finanzen als auch im Einhalten der Fristen", sagte der Verwaltungschef. "All das haben wir im laufenden Betrieb geschafft", betonte Kosiol, dem die Tatsache, dass, bis auf die Zeit der Schließung in den Sommerferien, die Kinder in der Einrichtung während der Umbauarbeiten betreut wurden, "Bauchschmerzen" bereitete. "Wir haben die Zeit genutzt, um die Wände herauszunehmen und ein überschaubares modernes Gebäude zu schaffen", sagte er.

Funktionell und einladend

Ein Rundgang zeigt, das Gebäude zeigt sich trotz seiner Bauabschnitte aus den Jahren 1974, 1993 und 2013 als Einheit, Krippenräume, Regelgruppen und der großzügige Eingangsbereich wirken allesamt hell und einladend, sind zugleich funktionell und für die Zukunft ausgerüstet. "Noch etwa fünf Wochen müsst ihr uns ertragen, dann ist auch die Außenfassade fertig", versprach Kosiol den Kindern. Die haben sich, wie das Bauarbeiterlied zeigte, aber schon längst an die Bauarbeiten gewöhnt, werden sie vielleicht sogar vermissen.

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Auf einen BlickDie Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte Griesborn hat ein Investitionsvolumen von rund 2 Millionen Euro förderungsfähigen Kosten, die Baukosten betragen etwa 1,8 Millionen. Getragen wird die Finanzierung von Land und Kreis (jeweils 30 Prozent) und Kommune (40 Prozent), Fördermittel gibt es vom Bund sowohl für die energetische Sanierung als auch für den Ausbau der Krippenplätze, dessen Angebot nun auf 33 Plätze erweitert werden konnte. cim