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Saison beim Segelclub Bosen ist zu Ende

Saisonende beim Segelclub Bosen : Auch im Winter haben Segler viel zu tun

Der Segelclub Bosen hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Seine Boote überwintern nun in einer Scheune.

Offen wie ein Scheunentor ist das historische Bauernhaus in Eckelhausen. Segelboote werden in der ehemaligen Scheune untergebracht. „Die Segelsaison auf dem Bostalsee ist zu Ende, engagiertes Aufräumen ist jetzt angesagt“, erklärt Mike Persch, Vorsitzender des Segelclubs Bosen (SC).

Nun steht das Einwintern der Boote an. „Insgesamt 15 Boote, darunter fünf Opti-Boote, werden eingelagert, überprüft, gewartet, und im Frühjahr gehen sie dann wieder raus“, sagt Persch. SCB-Vorstandsmitglied und Fahrtenobmann Willi Sturm kommt vorbei, er führt am Tag der offenen Tür die Besucher durch das 1990 erworbene Clubhaus. „Eigentlich hatten wir vor, in diesem Jahr unser 50-jähriges Vereinsjubiläum zu feiern, aber das haben wir aus bekannten Gründe auf das nächste Jahr verschieben müssen“, teilt Sturm mit.

Denn auch das Clubhaus habe man wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeitweise ja nicht nutzen können. „Aber dennoch sind wir aktiv gewesen“, sagt der Fahrtenobmann. Der Segelhafen in Eckelhausen sei gleichzeitig Basis und Stützpunkt, um den Segelsport auszuüben. Hierbei engagiert sich der SC besonders in der Nachwuchsarbeit. „Wir führen Kurse durch, um Kinder und Jugendliche an den Segelsport heranzuführen und stellen ihnen dazu die Boote, die sogenannten Optimisten, zur Verfügung“, erklärt Sturm.

In den Sommerferien läuft ein derartiger Kurs in der Regel eine Woche. „Zwischen zehn und zwölf Kinder sind dann dabei, und die kommen von weit über die Kreisgrenzen hier zu uns“, weiß er, dass dabei deren Eltern aus logistischen Gründen eine wichtige Rolle spielen müssen. Nach den Sommerferien bietet der Verein dann ein regelmäßiges Training für die Optisegler an. Des Weiteren richtet der SC pro Saison vier, fünf Regatten für verschiedene Bootsklassen bis hin zur Saarlandmeisterschaft auf dem Binnengewässer aus. Sturm: „Da gehen dann auch Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland bei uns an den Start.“ Und die Vereinsmitglieder segeln gerne fremd. „Es muss nicht immer der Bostalsee sein, es gibt auch neue Segelreviere zu entdecken“, meint der Fahrtenobmann.

Er organisiert gemeinsame Törns für größere Gruppen. So sind die Segler 2019 mit dem Plattbodenschiff Morgana durch das holländische Wattenmeer geschippert. „Wir bieten auch mehrtägige Törns auf historischen Großseglern an“, ergänzt er. Zwischen dem 15. und 19. Juni 2022 ist ein Törn auf dem im Jahre 1897 gebauten Dreimastklipper Novel ab dessen Heimathafen Enkhuizen in den Niederlanden geplant.

Wenn jetzt die vereinseigenen Boote in der Scheune überwintern, dann beginnen die Segler mit den Vorbereitungen für die kommende Saison. „Wegen Corona konnten wir ja nur wenig machen und haben deshalb kaum Einnahmen generieren können und die laufenden Kosten für unser Clubhaus sind ja weiter gelaufen“, sagt Sturm.

Als nächste Baumaßnahme am alten Bauernhaus stehe die Verlegung eines Holzbodens auf dem Balkon an. „Der passt viel besser zu dem historischen Gebäude“, ist er überzeugt. Sein Clubhaus will der SCB künftig auch an Nichtmitglieder vermieten. „Es eignet sich hervorragend für Feste, Feiern, Seminare, Tagungen oder zu einem Vortragsabend. Das nötige technische Equipment ist dazu vorhanden“, erläutert Sturm. Der große Clubraum verfügt über eine Theke mit Zapfanlage und angeschlossener Küche und ist komplett für bis zu 100 Personen ausgestattet. Außerdem stehen zwei Gästezimmer zur Verfügung.

Weitere Informationen im Internet unter: www.segelclub-bosen.de